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Berliner Hanfparade

Demo für Cannabis als Weltkulturerbe

Erstellt 07.08.10, 20:45h, aktualisiert 08.08.10, 16:52h

Rund 2.000 Menschen haben in Berlin auf der Hanfparade für eine Legalisierung von Cannabis demonstriert. Unter dem Motto „Cannabis ist Weltkultur“ zogen sie auch durchs Regierungsviertel. Auch Mitglieder politischer Parteien waren dabei.

Hanfparade Berlin
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Zahlreiche vorwiegend junge Demonstranten forderten die Legalisierung von Cannabis. (Bild: Getty Images)
Hanfparade Berlin
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Zahlreiche vorwiegend junge Demonstranten forderten die Legalisierung von Cannabis. (Bild: Getty Images)
BERLIN - Rund 2.000 Menschen haben laut Veranstalter am Samstag auf der Berliner Hanfparade für eine Liberalisierung von Cannabis demonstriert. Nur vereinzelt registrierte die Polizei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, sagte eine Sprecherin am Abend.

Die Parade unter dem Motto "Cannabis ist Weltkultur" ging am Abend vor dem Reichstag mit Musik und Tanz zu Ende. Die Polizei verstärkte nach Angaben eines Veranstaltersprechers zu der Zeit ihre Kontrollen, um festzustellen, ob eine Zigarette oder ein Joint geraucht wird.

Die 14. Hanfparade begann am frühen Nachmittag. Zahlreiche Wagen zogen durch Berlin-Mitte. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf. Die Initiatoren hatten in ihrem Demonstrationsaufruf gefordert, die gesamte Hanfkultur dem immateriellen Weltkulturerbe der Unesco zuzuordnen.

   An der Parade nahmen auch Mitglieder der Piratenpartei, der Linkspartei und der Grünen teil. Deren Berliner Landesvorsitzender Stefan Gelbhaar tritt für eine Liberalisierung von Cannabis ein. Er fordert einen legalen Verkauf über lizenzierte Fachgeschäfte oder Apotheken. "Damit würde man den Drogendealern mehr schaden als jede Polizeikontrolle", erklärte Gelbhaar.

   Nach derzeit geltendem Recht ist der Anbau, Handel und Besitz von Hanfpflanzen in Deutschland strafbar beziehungsweise genehmigungspflichtig. In vielen Bundesländern, so auch in Berlin, sehen die Behörden allerdings beim Besitz von geringen Mengen zum Eigenkonsum von Strafverfolgung ab. (dpa, ksta)



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