ZeitungsanzeigenAbo | Mediadaten
Schriftgröße

Tarifwechsel bei der Wupsi

16 Busfahrer müssen gehen

Von Thomas Käding, 10.08.10, 18:20h

Befristete Verträge, keine Übernahme: 16 Busfahrer müssen die Wupsi verlassen. Wupsi-Vorstand Marc Kretkowski fühlt sich in der Pflicht, zu sparen. Der Betriebsrat nennt die Lage unbefriedigend.

Marc Kretkowski
Bild vergrößern
Wupsi-Vorstand Marc Kretkowski. (Archivbild: Ralf Krieger)
Marc Kretkowski
Bild verkleinern
Wupsi-Vorstand Marc Kretkowski. (Archivbild: Ralf Krieger)
Leverkusen - Ein Fahrer fühlt sich „verarscht“, zwei Kollegen beklagen ihre Lage weniger drastisch. Und weitere 13 schweigen bislang. Sie alle arbeiten bei der Wupsi - noch. In den kommenden Monaten werden ihre befristeten Verträge als Busfahrer - meist auf ein Jahr, manche auch auf zwei - auslaufen. Dann war's das, bestätigt Marc Kretkowski, Vorstand der Kraftverkehr Wupper-Sieg AG: „Es ist nicht möglich, die Leute zu übernehmen.“

Betriebsratschef Harald Breutling sieht das anders: „Es wäre kein Problem, die Verträge zu entfristen.“ Doch es gehe nun mal ums Geld: Die Kollegen wurden auf Grundlage eines Tarifvertrags angestellt, der Ende 2009 ausgelaufen ist und ihnen nach 17 Jahren ein Bruttogehalt von 2506,80 Euro garantiert. Der neue Tarifvertrag stellt die Fahrer deutlich schlechter: Nach 20 Jahren könnten sie maximal 2201 Euro verdienen, sagte Breutling. „Das war die Kröte, die es zu schlucken galt“, lautete gestern sein Kommentar zu den Verhandlungen. Insbesondere sei es um drei Punkte gegangen: die Garantie, eine bestimmte Zahl an Fahrerstellen zu besetzen, möglichst langen Kündigungsschutz - und eben die Gehälter.

Für die Wupsi wurden 127,5 Fahrerstellen festgeschrieben. So viele wie im alten Tarifwerk. Weil diese Zahl durch die jahrelange Auszehrung der Muttergesellschaft zugunsten der privaten Tochter Herweg Busbetrieb (HBB) nicht mehr erreicht wurde, seien voriges Jahr 16 Fahrer eingestellt worden. Befristet, „weil wir ja nicht wussten, wie es nach dem 31. Dezember 2009 weitergeht“, sagte Vorstand Kretkowski. „Befristet, weil der Arbeitgeber natürlich gehofft hat, mit dem neuen Tarifvertrag frei Kegeln zu haben“, sagte Betriebsrat Breutling.

So ist es nicht gekommen. Aber umso schwerer wiegt nun das finanzielle Argument. Kretkowski hat die Differenz auf die Lebensarbeitszeit aller 16 befristet Beschäftigten hochgerechnet und kommt so auf eine Mehrbelastung von 1,7 Millionen Euro. Das sei für sein Unternehmen schwer zu verdauen. Erst recht, „wenn der Regierungspräsident dem Kämmerer aufgibt, allein bei der Wupsi dieses Jahr noch 100 000 Euro zu sparen“.

Kretkowski fühlt sich vor allem in der Pflicht, zu sparen. Und weil man in den Einstellungsgesprächen mit den 16 neuen Fahrern ausdrücklich keine Übernahmegarantie ausgesprochen habe, sei man auch da sauber. Was Versprechungen auf Weiterbeschäftigung angeht, pflichtet Breutling bei - „zumindest kann ich das für die Gespräche sagen, in denen wir dabei waren“.

Trotzdem sei die Lage für die Kollegen unbefriedigend - und Gegenstand weiterer Verhandlungen mit dem Vorstand. Der Betriebsratsvorsitzende: „Wir sind kompromissbereit für jede Lösung, die den Kollegen etwas bringt.“



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bundesliga Liveticker


Anzeige





Bildergalerien


RHEINLAND WETTER



Special


ksta-blogs.de



Blog zur ksta.tv-Sendung



Aktion


Aktion





Aktuelle Verkehrsinfos


Termine

Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Mein ksta.de


ksta.de auf Facebook

KSTA auf Facebook

Meistgelesene Artikel


Stadtmenschen Community


Extra


Die 5 beliebtesten Pausenspiele

Mahjongg Fortuna
Zuma
Zuma »
1507 Spieler
Bookworm
Bookworm »
1263 Spieler
Bubble Shooter
Bubble Shooter »
1034 Spieler
Bejeweled 2
Bejeweled 2 »
956 Spieler

Brutto / Netto Rechner

Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.) Steuerklasse

Dienste