Von Günther M. Wiedemann, 18.08.10, 19:52h
Die vom Ministerium in Auftrag gegeben Auswertung aktueller Einkommensstichproben hat ergeben, dass fast 18 Prozent der Haushalt in NRW über kein Vermögen verfügen. 1998 waren es 12,6 Prozent. 16,5 Prozent aller Haushalte gelten als vermögend (mehr als der doppelte Mittelwert aller Haushalte). Besaßen diese 1998 noch 62 Prozent des gesellschaftlichen Vermögens, so waren es 2008 schon 68 Prozent. Das bedeutet: Mehr als zwei Drittel des Vermögens sind verteilt auf nur ein Sechstel der Haushalte in NRW.
Schneider: „Die Zahlen aus 2009 zeigen, dass die Einkommensarmut weiter gestiegen ist“, nämlich von 13,9 Prozent im Jahr 2008 auf 14,5 Prozent. Zugenommen hat das Armutsrisiko bei Familien mit Migrationshintergrund und bei Alleinerziehenden mit Kindern (von 39,8 auf 40,9 Prozent). Insgesamt bezogen Ende 2009 rund 1,9 Millionen Menschen Leistungen aus sozialen Mindestsicherungssystemen. Damit war, wie aus Unterlagen des Ministeriums hervorgeht, „fast jede neunte Person in Nordrhein-Westfalen Ende 2009 von Mindestsicherungsleistungen abhängig“, also von Hartz IV, Sozialgeld und der Grundsicherung im Alter.
Schneider will Vermögende stärker am Sparpaket beteiligenDer Sozialminister zieht daraus die Schlussfolgerung: „Vermögende stärker an den Sparmaßnahmen der Bundesregierung zu beteiligen ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass vor allem die Erwerbslosen und die sozial Schwachen die größte Last tragen sollen.“ Notwendig sei auch ein gerechteres Steuersystem.
Minister Schneider kündigte zudem an, die neue Landesregierung werde sich intensiv der Integration von Menschen aus Zuwanderungsfamilien widmen und schon bald ein Integrations-Gesetz vorlegen. Für diese Aufgabe ist seit dem Regierungswechsel das neu zugeschnittene Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales zuständig. „Wir müssen mehr junge Ausländer in die Berufsbildung bringen“, fordert der Sozialpolitiker. Denn Arbeit sorge für Einkommen und integriere die Menschen. Integration gelinge nur über Bildung und Erwerbstätigkeit.
SozialAbbauPartei
24.08.2010 | 12.00 Uhr | SchmitzeJupp
Man nehme doch endlich mal zur Kenntnis, dass es immer weniger Arbeit für immer mehr Menschen gibt. Das wird sich nicht ändern, sondern…
berlin 1
19.08.2010 | 17.06 Uhr | teacher
im hamburger hafen arbeiteten 30.000 schauerleute!
die erfindung des containers hat wenige arbeitsplätze
übrig gelassen.
die digitalkameras…
Brot und Spiele
19.08.2010 | 10.36 Uhr | Berlin1
Freie Marktwirtschaft bedarf politischer Kontrolle um das Handeln einzelner Volkswirtschaftlich vertretbar zu machen.
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