Von Doris Richter, 20.08.10, 17:40h, aktualisiert 20.08.10, 18:36h
Haben die fünf empfindlichen Sensoren, die wie ein Bewegungsmelder reagieren, ihr Ziel erfasst, werden gleichzeitig eine Kamera für die Front und eine für das Heck das Autos ausgelöst. Der Verkehr ist in beide Fahrtrichtungen gleichzeitig und auf bis zu vier Fahrspuren messbar. Damit sind nun auch Motorradfahrer besser zu kontrollieren. „Selbst durch ein verdunkeltes Visier am Helm wird das Gesicht des Fahrers sehr deutlich aufgehellt“, weiß der Polizeibeamte Günter Butz, der an dem neuen Gerät geschult wurde.
In voller Fahrt ist der naturfarbene „ES 3.0“, der gerade mal kniehoch ist, kaum zu erkennen. Und durch Warngeräte, zum Beispiel I-Phone oder Navigation, lässt er sich auch nicht mehr orten. „Zu hohe Geschwindigkeit ist die Ursache bei jedem dritten tödlichen Unfall“, sagt Köpke. Die Gefahr, bei einem Unfall auf der Landstraße ums Leben zu kommen, ist nach Angaben der Polizei sechsmal höher als innerhalb einer Ortschaft. Wurde ein Fahrzeug von der Kamera aufgenommen, ist es sofort - von vorn und von hinten - auf dem Monitor im Einsatzfahrzeug zu sehen. Die Sensoren des „ES 3.0“ leuchten am Bildschirm über den Fotos grün auf, links daneben ist recht groß die Geschwindigkeit angezeigt. Mit ein, zwei Berührungen auf dem Bildschirm hat Butz das Kennzeichen des fotografierten Autos vergrößert. Das Gleiche demonstriert der Polizist am Gesicht eines Motorradfahrers. Butz: „80 000 Fotos passen auf den Rechner im Fahrzeug. Sie werden 100 Tage gespeichert.“ Das neue Messgerät - Kosten 170 000 Euro - ist eines von landesweit 15, im Regierungsbezirk Köln ist es das einzige.
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