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Kinderheimgelände

Bagger graben sich ins Mauerwerk

Von Marion Eickler, 23.08.10, 14:53h

Nach einer Unterbrechung von gut drei Monaten gehen die Abbruch-Arbeiten auf dem Kinderheimgelände in Sülz wieder weiter. Das Areal soll neu bebaut werden.

Bagger
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Abbruch auf dem Heimgelände (Bild: Eickler)
Bagger
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Abbruch auf dem Heimgelände (Bild: Eickler)
Sülz - Auf dem ehemaligen Gelände der städtischen Kinderheime am Sülzgürtel geht es wieder voran. Da die Einrichtung nun andere Standorte bezieht, soll auf ihrem früheren Grundstück neuer Wohnraum entstehen. Jetzt werden die letzten Gebäude abgebrochen, nachdem die Bagger gut drei Monate still gestanden haben. Wie die Leiterin der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt, Lie Selter, darlegt, habe die ursprünglich beauftragte Firma im Mai von einem auf den anderen Tag die Arbeit niedergelegt und sei von der Bildfläche verschwunden. „Die haben zwar alle Arbeiten erledigt, die bis zu diesem Zeitpunkt von uns bezahlt waren. Aber wir mussten erst einmal klären, was da los ist und dann eine andere Firma beauftragen“, erklärt Selter, wie es zur Verzögerung der Arbeiten um mehrere Wochen kommen konnte. Zur Zeit prüfe die Stadt, inwieweit ihr dadurch ein Schaden entstanden sei. „Wir behalten uns eine Strafanzeige vor“, so Selter.

Eine andere Strafanzeige aber hat die Stadt mittlerweile gegen diejenigen erstattet, die in den vergangenen Wochen illegal Müll auf einem Teil des 4,1 Hektar großen Geländes abgekippt haben. „Wir danken den Nachbarn, die so aufmerksam waren, dass sie sogar Fotos von dem Geschehen gemacht haben. Das gibt uns Anlass zu Hoffnung, dass der oder die Verursacher schnell ausfindig gemacht werden können“, erläutert Selter. Außerdem bedauert die Leiterin der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung, dass die Hinweise der Anwohner nicht umgehend bearbeitet wurden. Sie sagt: „Die Leute sind wohl erst etwas durch den Behördendschungel geirrt, beispielsweise beim Umweltamt, das nicht zuständig war. Spät, aber nicht zu spät, kamen die Informationen dann auch zu uns. Und wir haben sofort reagiert.“

Seit kurzem läuft es nun wieder rund. Die Baggerschaufeln graben sich ins Mauerwerk. Der Bauschutt staubt. Und auch nachts sind Mitarbeiter des Abbruchunternehmens auf dem Gelände. Ständig wird kontrolliert, was auf dem Areal passiert. Es wird weiter gearbeitet. Und das freut vor allem die Baugruppen, die auf dem Gelände ihren Traum vom Wohnen verwirklichen wollen. Als erste der insgesamt sechs Gruppen werden die Sülzer Freunde am Dienstag, 31. August, ihren Kaufvertrag für das Baufeld 5.2 - es liegt an der Anton-Antweiler-Straße - unterschreiben. Der Baufreund Daniel Theweleit hat der Baustelle mit seinem kleinen Sohn voller Vorfreude einen Besuch abgestattet, sieht den Baggern zu und sagt: „Jetzt geht es endlich los. Wir können es kaum noch erwarten.“

Von insgesamt sieben Baufeldern sind fünf bereits verkauft, oder sie befinden sich aktuell im Verkaufsverfahren. Nur die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude entlang des Sülzgürtels - das sind die Baufelder eins und zwei - sind noch nicht im Verkaufsverfahren, ebenso wie die in den Jahren 1956 bis 1958 nach Plänen der bekannten Kölner Architekten Dominikus und Gottfried Böhm errichtete Kirche „Zur Heiligen Familie“. „Doch damit beginnen wir bald. Das Interesse an diesen Gebäuden, auch an der Kirche, ist schon jetzt sehr groß“, so Selter.



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