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Friedhof

Der Engel ist sicher gelandet

Von Petra Wischgoll, 25.08.10, 16:49h

Die Stadt saniert alte Grabdenkmäler, Kreuze und Engel auf dem Escher Friedhof. Viele alte Monumente stehen unter Denkmalschutz - und oft auf wackeligem Fundament.

Engel
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Der Engel auf seinem Fundament wurde wieder fest im Boden verankert. (Bild: Wischgoll)
Engel
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Der Engel auf seinem Fundament wurde wieder fest im Boden verankert. (Bild: Wischgoll)
Engelsfigur
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Ein schönes Detail: Die restaurierte Hand der Engelsfigur auf dem Escher Friedhof. (Bild: Wischgoll)
Engelsfigur
Esch - Erhaben steht der Engel auf einem Sockel an der Friedhofsmauer - er streckt die Hände aus und blickt gen Himmel. Darunter steht in eingemeißelten, verwitterten Buchstaben: Ruhestätte der Eheleute Johann Weber zu Orr. In der Vergangenheit schaute der ein oder andere Friedhofsbesucher skeptisch auf die rund 2,50 Meter große Statue - diese stand auf einem wackeligen Fundament und drohte umzukippen.

Verwittertes Kreuz

Jetzt steht der Engel sicher auf seinem Platz. Das Amt für Denkmalschutz verankerte das aus dem Jahr 1862 stammende Monument im Boden, ein Steinmetz sanierte zudem Hand und Flügel. Insgesamt vier Grabdenkmäler auf dem Escher Friedhof müssen aus Sicherheitsgründen ausgebessert werden. Außer dem Engel wurde schon ein verwittertes Kreuz von 1740 stabilisiert. Die Stadt verankerte das 60 Zentimeter hohe Objekt aus Sandstein im Boden und an der Friedhofsmauer. Zwei weitere historische Objekte stehen in einer Werkstatt und erhalten unter anderem einen robusten Sockel: ein aus dem Jahr 1857 stammendes, aus Sandstein und weißem Marmor erbautes Denkmal mit kleinem Dach und verschiedenen Ornamenten sowie eine Kreuzstele von 1880, hergestellt aus Belgisch Granit und Marmor.

Alle vier Monumente stehen unter Denkmalschutz und gehören der Stadt. „Sie werden nicht als Grab genutzt, sie stehen an der Friedhofsmauer“, erklärt die Leiterin des Amtes für Denkmalschutz, Renate Kaymer. „Es ist ganz normal, dass bei alten Statuen das Fundament marode wird, wenn sie Wind und Wetter ausgesetzt sind.“

Auch die Bezirksvertreter aus Chorweiler sorgten sich um die Substanz einiger Denkmäler. So forderte die CDU die Stadt in einem einstimmig verabschiedeten Antrag auf, die Standfestigkeit der Objekte umgehend zu prüfen. Laut Kaymer kontrolliert das Friedhofsamt ohnehin regelmäßig die Sicherheit aller Grabstätten - stehen die Objekte unter Denkmalschutz, obliegt die Wiederherstellung dem Amt des Stadtkonservators. „Die Grabdenkmäler werden nicht etwa rekonstruiert sondern repariert, um möglichst viel von der alten Substanz zu erhalten“, betont Kaymer. Um Umsturz gefährdete Steine, die nicht unter Denkmalschutz stehen, muss sich der Eigentümer kümmern. Ist dieser nicht ausfindig zu machen oder verstorben, entscheidet die Stadt, was mit dem Ehrenmal passiert.

Neben den Grabdenkmälern kann der Escher Friedhof mit einer weiteren Besonderheit aufwarten: Einem Kreuzweg, zu dem eigentlich 14 Bildstöcke gehören; auf den neogotischen Steinkreuzen sind die Leiden Jesu dargestellt. Allerdings fehlen in Esch zwei Stationen. Laut Stadtverwaltung sollen sie wieder hergestellt werden - wenn das nötige Geld vorhanden ist. Wann das sein wird, ist aber ungewiss.



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