Von Norbert Ramme, 25.08.10, 14:49h
„Hier handelt es sich um ein Notquartier und nicht um ein reguläres Wohnheim“, sagte Schleicher und verwies darauf, dass der Stadt Köln in den vergangenen Monaten verstärkt Flüchtlinge („Allein am vergangenen Wochenende mussten wir 35 neu aufnehmen“) zugewiesen wurden. Daher musste das Haus Ausburger Straße 1, das eigentlich wie das gegenüberliegende Haus 4 längst geräumt und zum Abriss vorgesehen war, nochmals „aktiviert“ werden.
Dort sind insgesamt 88 Flüchtlinge, Asylbewerber und Aussiedler untergebracht. Schleicher: „Die Stadt hat derzeit keine weiteren Ressourcen.“ Das dürfe kein Dauerzustand sein, war sich die Gesprächsrunde einig. Schließlich leben die Menschen in dem Haus unter denkbar schlechten Bedingungen. „Solche Häuser dürfte es eigentlich in einer Großstadt wie Köln nicht mehr geben“, sagte auch Sozialdezernentin Agnes Klein. Bis zum Jahresende soll eine andere Lösung gefunden werden. Schleicher: „Ich glaube nicht, dass ich dieses Haus über den Winter kriege. Es gibt nur Kohleöfen, manche Räume sind gar nicht beheizbar.“
Doch eine Alternative hat der Wohnungsamtschef für die Menschen aus der Augsburger Straße noch nicht. „Ich brauche Geld, um Wohnungen anmieten zu können. Aber das habe ich angesichts der Finanzknappheit der Stadt nicht.“ Bezirksbürgermeister Thiele kündigte politische Unterstützung an. „Die SPD wird in der Richtung in den Bezirksvertretung einen Dringlichkeitsantrag stellen.“ Bürgervereinsvorsitzende Mück hat bereits den Oberbürgermeister eingeschaltet. „Ich habe nächste Woche einen Termin bei Jürgen Roters und werde da auch noch mal Druck machen.“
Für die kurzfristige Verbesserung schickte Pfarrer Meurer das Team der Ferienspielaktion „Hövi-Land“ vorbei: „Wir kümmern uns um das Außengelände des Übergangshauses. Wo es schön aussieht, wirft man nicht so schnell Müll hin.“ Und so wurden Abfälle eingesammelt, der Rasen gemäht und Blumen gepflanzt. Dabei half auch Karin Lorra-Giese, die Rektorin der benachbarten Hauptschule. „Die neue Zusammenarbeit rund um das Haus stimmt mich optimistisch. Allerdings glaube ich an den Abriss der Übergangshäuser erst, wenn der mal wirklich stattfindet“, sagte sie. So solle ein längst ausrangiertes Schulgebäude der ehemaligen Grundschule an der Schulstraße seit fünf Jahren abgebrochen werden. „Das steht immer noch und rottet vor sich hin.“
Also wirklich
04.09.2010 | 18.11 Uhr | Rächer
so geht das aber echt nicht . Die Stadt muss die Leute direkt ins Hyatt oder ins Maritim verlegen oder gucken ob man im Hahnwald noch n paar Villen…
Zusammenhang?
26.08.2010 | 16.48 Uhr | Vater Rhein
Was haben Lärmbelästigungen, Prügeleien und Müll mit dem baulichen Zustand des Gebäudes zu tun?
Die erstgenannten Probleme dürften doch von den…
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
![]() |