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Flüchtlingsheim

Blumen gegen den Müll

Von Norbert Ramme, 25.08.10, 14:49h

Bei den Problemen rund um das Flüchtlings-Wohnheim an der Augsburger Straße ist Besserung in Sicht. Mehr als 80 Menschen leben in dem Haus unter denkbar schlechten Bedingungen.

Pfarrer Franz Meurer
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Elke Mück (v.l.), Michael Schleicher, Pfarrer Franz Meurer und Markus Thiele (Bild: Ramme)
Pfarrer Franz Meurer
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Elke Mück (v.l.), Michael Schleicher, Pfarrer Franz Meurer und Markus Thiele (Bild: Ramme)
Höhenberg - Die Probleme rund um das Flüchtlings-Wohnheim an der Augsburger Straße sind kurzfristig nicht zu lösen, aber es ist Besserung in Sicht. Das ist das Fazit einer kurzfristig angesetzten Diskussionsrunde mit Wohnungsamtsleiter Michael Schleicher, Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele, Pfarrer Franz Meurer sowie der Vorsitzenden Elke Mück und Richard Mühlhöfer vom Höhenberger Bürgerverein. Nachbarn und Anwohner hatten in der Vergangenheit verstärkt über Lärmbelästigungen, Prügeleien und Müll geklagt.

„Hier handelt es sich um ein Notquartier und nicht um ein reguläres Wohnheim“, sagte Schleicher und verwies darauf, dass der Stadt Köln in den vergangenen Monaten verstärkt Flüchtlinge („Allein am vergangenen Wochenende mussten wir 35 neu aufnehmen“) zugewiesen wurden. Daher musste das Haus Ausburger Straße 1, das eigentlich wie das gegenüberliegende Haus 4 längst geräumt und zum Abriss vorgesehen war, nochmals „aktiviert“ werden.

Dort sind insgesamt 88 Flüchtlinge, Asylbewerber und Aussiedler untergebracht. Schleicher: „Die Stadt hat derzeit keine weiteren Ressourcen.“ Das dürfe kein Dauerzustand sein, war sich die Gesprächsrunde einig. Schließlich leben die Menschen in dem Haus unter denkbar schlechten Bedingungen. „Solche Häuser dürfte es eigentlich in einer Großstadt wie Köln nicht mehr geben“, sagte auch Sozialdezernentin Agnes Klein. Bis zum Jahresende soll eine andere Lösung gefunden werden. Schleicher: „Ich glaube nicht, dass ich dieses Haus über den Winter kriege. Es gibt nur Kohleöfen, manche Räume sind gar nicht beheizbar.“

Doch eine Alternative hat der Wohnungsamtschef für die Menschen aus der Augsburger Straße noch nicht. „Ich brauche Geld, um Wohnungen anmieten zu können. Aber das habe ich angesichts der Finanzknappheit der Stadt nicht.“ Bezirksbürgermeister Thiele kündigte politische Unterstützung an. „Die SPD wird in der Richtung in den Bezirksvertretung einen Dringlichkeitsantrag stellen.“ Bürgervereinsvorsitzende Mück hat bereits den Oberbürgermeister eingeschaltet. „Ich habe nächste Woche einen Termin bei Jürgen Roters und werde da auch noch mal Druck machen.“

Für die kurzfristige Verbesserung schickte Pfarrer Meurer das Team der Ferienspielaktion „Hövi-Land“ vorbei: „Wir kümmern uns um das Außengelände des Übergangshauses. Wo es schön aussieht, wirft man nicht so schnell Müll hin.“ Und so wurden Abfälle eingesammelt, der Rasen gemäht und Blumen gepflanzt. Dabei half auch Karin Lorra-Giese, die Rektorin der benachbarten Hauptschule. „Die neue Zusammenarbeit rund um das Haus stimmt mich optimistisch. Allerdings glaube ich an den Abriss der Übergangshäuser erst, wenn der mal wirklich stattfindet“, sagte sie. So solle ein längst ausrangiertes Schulgebäude der ehemaligen Grundschule an der Schulstraße seit fünf Jahren abgebrochen werden. „Das steht immer noch und rottet vor sich hin.“



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