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Abschiedskonzert

Reamonn und Engel im Tanzbrunnen

Erstellt 29.08.10, 20:58h

„Reamonn“ hat mit Hits wie „Star“ oder „Moments like this“ den Soundtrack einer ganzen Generation komponiert - rund 3.000 Fans bejubelten den letzten Auftritt der Band im Kölner Tanzbrunnen. Für ein weiteres musikalisches Highlight sorgte Tommy Engel.

Rea Garvey
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Der Frontmann der irischen Band "Reamonn", Rea Garvey, bei seinem Auftritt im Tanzbrunnen. (Bild: Worring)
Rea Garvey
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Der Frontmann der irischen Band "Reamonn", Rea Garvey, bei seinem Auftritt im Tanzbrunnen. (Bild: Worring)
Deutz - An zwei Abenden hintereinander sangen Rea Garvey und Tommy Engel am Tanzbrunnen - im Dunklen und im Regen. Die Ankündigung des Best-of Albums „Eleven“ ließ es bereits erahnen, seit dieser Woche ist es amtlich: Die Lieblinge der deutschen Airplay-Charts, die Mitglieder der Pop-Rock-Band Reamonn trennen sich. Bevor es aber soweit ist, stoppten die fünf Musiker noch ein letztes Mal in Köln. Und knapp 3000 treue Fans kamen dafür an die Open-Air-Bühne im Tanzbrunnen und erlebten im Gegenzug eine musikalische Zeitreise durch dass elfjährige Schaffen der Gruppe. Nach dem dramatischen, mit düsteren Streichermelodien arrangierten, Auftaktsong „Faith“, folgte Hit auf Hit. Insgesamt 17 brachten die Jungs während des 90-minütigen Auftrittes unter. Und egal, ob es sich dabei um Balladen wie „Star“ oder rockigere Up-Tempo-Nummern wie „Moments like this“ handelte, die eingängigen Refrain-Passagen haben sich zum Soundtrack einer ganzen Generation entwickelt und wurden ausnahmslos mitgesungen. Für die gezeigte Textsicherheit und den unermüdlichen Einsatz beim Schwenken der Arme revanchierte sich Sänger Garvey immer wieder mit kleinen Anekdoten. So über die Anfangszeit seiner Karriere, als der gebürtige Ire 1998 mit nur 50 Mark im Portemonnaie nach Deutschland gekommen war. „Während dieser Tour kommen viele Emotionen hoch“, so der 37-Jährige, der sich bei allen Fans bedankte. Allzu lange werden wir auf die markante Stimme des sympathischen Iren wohl aber nicht verzichten müssen: Es gibt bereits Pläne für ein Soloalbum. (mbo)

KÖLSCHE TÖN

„Ich han leever, wenn et Sommer es“, sang Tommy Engel und traf mit dieser klaren Aussage den Nerv der 2200 Besucher, die ihn trotz des nasskalten Wetters hören, erleben und bewundern wollten. Denn der quirlige Musiker und Entertainer zeigte sich einmal mehr von seiner besten Seite. Aus LSE -Zeiten weiß er, dass „Ruhm keine Gnade kennt“, dass manche Dinge eher „für et Hätz un jäjen d'r Kopp“ sind und dass man als Saunaboy den roten Bademantel durchaus offen tragen kann. Probleme beim Luft holen werden so vermieden. Die hat Engel zwischendurch schon mal im Umgang mit der winzigen Mundharmonika. „Muss ich jetz do dren blose oder dran trecke, oder dran trecke- trecke un dann dren blose-blose?“, fragt er sich. Bei der nächsten, sensibel interpretierten Bläck Fööss -Ballade verblüfft er dann mit einem grandiosen Mundharmonika-Solo. Engel scherzt mit seinem Publikum auf seine Weise, mal auf hochdeutsch, mal auf kölsch. Er plaudert, führt Selbstgespräche, während er auf der Bühne auf und ab läuft. Er moderiert, animiert, lässt seine Gäste teilhaben an seiner Sicht der Dinge, ob mit dem Lied „Un dann es et widder keiner jewäse“, das an den Tod zweier Menschen beim Einsturz des Stadtarchivs erinnert, oder an seinen „Vatter“, der es damals als Musiker nicht leicht hatte, eine so große Familie durchzubringen. Musikalische Kompetenz zeigte auch die neu zusammengestellte Band. Neben Pianist Jürgen Fritz und Backgroundsängerin Elke Schlimbach aus dem bisherigen Ensemble überzeugten Hans Maahn am Bass, Alex Olivari an der Gitarre und Heiko Braun am Schlagzeug. (meu)



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