Von Julia Heilig, 30.08.10, 09:47h, aktualisiert 30.08.10, 12:41h
Ein halbes Jahr lang hatten die Mitglieder des Kunstvereins Zeit, ein bereits erstelltes Werk auszuwählen oder gezielt für die Ausstellung zu produzieren. 53 Künstler folgten dem Aufruf. „Das ist außergewöhnlich, so viele waren noch nie dabei“, sagt Rosemarie Walker, Vorsitzende des Künstlerforums. Sie kennt auch den Grund, weshalb dieses Mal so viele Künstler beteiligt sind: „Ihnen stand es frei, wie sie das Thema bearbeiten wollten. So konnten alle ihre Lieblingsdisziplin verwenden“, meint Walker.
Daher zeigt die Ausstellung einen bunten Mix an Techniken: Fotografien, Skulpturen, Aquarelle oder Zeichnungen sind zu sehen. Tiere aller Art tummeln sich in den Kunstwerken. Viele Künstler haben das Wort „Vieh“ im landwirtschaftlichen Sinne aufgefasst.
Tiere aus Gips
So zeigt Fabian Walker ein Foto von einem Hahn, der stolz auf der Stange sitzt, in mehreren Werken tauchen schwarz-weiß gefleckte Kühe auf. Andere Künstler haben sich den Haustieren, zugewandt. Hunde, Katzen und Pferde haben sie in Gips gegossen, fotografiert oder mit feinem Pinselstrich gemalt. Auch ein tiefrotes Chamäleon, ein bunter „Spaßvogel“ oder ein Nashorn in Flammen tauchen in der Ausstellung auf.
Der Regisseur und Kunstfreund Klaus Keller führte bei der Eröffnung in das Thema ein. Er hatte über das Verhältnis zwischen Mensch und Tier nachgedacht: „Die meisten Menschen machen einen Unterschied zwischen den Tieren, die sie lieben, und denen, die sie benutzen.“ Damit verweist er auf einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Denn auch Tiere als Nutzvieh werden häufig thematisiert. Ein Bild zeigt ein Foto von freilebenden, scheinbar glücklichen Hühnern auf einer Wiese. Beim genaueren Hinsehen erkennt der Betrachter ein blass hinterlegtes Rezept für Hähnchen in Rotwein. „Das liebe Vieh& zum (Fr)essen gern“ nennt Helmut Ockenfels ironisch seinen Beitrag.
Die 53 Kunstwerke, die noch zwei Wochen lang im Stadthaus zu sehen sind, seien unter moralisch vertretbaren Bedingungen entstanden, meint Klaus Keller mit einem Augenzwinkern. Er breitet seine Arme aus und deutet auf die Ausstellung: „Dafür musste keine Kreatur leiden - außer vielleicht die Künstler.“ Die Ausstellung im Stadthaus Lechenich am Herriger Tor ist bis Sonntag, 12. September, jeweils dienstags bis sonntags, 16 bis 18.30 Uhr, geöffnet.
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
22. April 2012,
E-Werk Köln
![]() |
Mahjongg Fortuna » 2337 Spieler |
![]() |
Zuma » 1507 Spieler |
![]() |
Bookworm » 1263 Spieler |
![]() |
Bubble Shooter » 1034 Spieler |
![]() |
Bejeweled 2 » 956 Spieler |