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Taunusstrasse

Ein Viertel leidet unter Verkehrschaos

Von Norbert Ramme, 30.08.10, 14:44h

Die Anwohner der Taunusstraße klagen seit langem über den Verkehr auf der Taunusstraße. Nun soll die Verkehrssituation auf der für Humboldt-Gremberg wichtigen Straße verbessert und damit das Veedel aufgewertet werden.

Taunusstraße Köln
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Über den Verkehr auf der Taunusstraße klagen Helga Perschmann-Plättner (l.) und Claire Frings.
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Über den Verkehr auf der Taunusstraße klagen Helga Perschmann-Plättner (l.) und Claire Frings.
Humboldt-Gremberg - „In der Taunusstraße fehlt es an einem attraktiven Mix von Einzelhandelsangeboten sowie einer entsprechenden Gestaltung dieser für das Alltagsleben im Veedel wichtigen Straße.“ Das haben Helga Perschmann-Plättner, die Vorsitzende des Bürgervereins Humboldt-Gremberg, und ihre Stellvertreter Toni Auweiler und Peter Peterlini beobachtet. „Ladenlokale sind derzeit schwer oder gar nicht zu vermieten. Einzelhändler, die den Mut aufbringen, hier ein Geschäft zu eröffnen, sind nach kurzer Zeit wieder verschwunden.“

Mit einen Grund für die Misere sehen die Bürger in der ungeordneten Verkehrssituation. Perschmann-Plättner: „Schon vor einigen Jahre wurden Teile der Straße umgestaltet. Die Verkehrsschilder stammen aber weitgehend noch aus den Zeiten davor. Nun soll die Verkehrssituation auf der Taunusstraße verbessert und damit das Veedel aufgewertet werden. Das ist zumindest die Zielsetzung eines Antrages des Bürgervereins, über den an diesem Donnerstag in der Kalker Bezirksvertretung diskutiert wird.

Eine weitere Ursache dafür, dass die Straße, die seit Jahrzehnten als Ortsmittelpunkt des Stadtteils gilt, bei den Anwohnern an Akzeptanz verloren hat, ist laut Bürgerverein die „mangelhafte Verkehrsführung“. Peterlini: „In beiden Fahrtrichtungen ist es derzeit für Autos erlaubt, auch in der zweiten Reihe zu parken. So können manche Geschäftsinhaber Waren für ihre Läden kaum noch vernünftig anliefern lassen.“ Durch eine Neuausrichtung einiger Verkehrsschilder könne, so glaubt der Bürgerverein, schon mit einem geringen finanziellen Aufwand Abhilfe geschaffen werden.

Doch die kleinen Änderungsvorschläge der Bürger wurden von der Verwaltung zunächst weitgehend zurückgewiesen. Schließlich liege die Straße innerhalb einer ausgewiesenen „Tempo-30“-Zone. „Sowohl die Interessen des fließenden Verkehrs als auch die des ruhenden Verkehrs einschließlich der erforderlichen Belieferung der Geschäfte werden ausreichend und zweckmäßig berücksichtigt“, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung zum Bürgerantrag.

Doch gerade die Geschwindigkeitsbegrenzung scheint vielen Autofahrern nicht klar zu sein. Das Schild, das auf die „Tempo-30“-Zone hinweist, ist für Fahrzeuge, die aus der Gießener Straße in die Taunusstraße einbiegen, kaum zu erkennen, da es sehr nahe an der Kreuzung steht. Hier plädiert der Bürgerverein dafür, das Schild umzusetzen. Denn es werde „doch so gut wie gar nicht wahrgenommen“, sagt Hanne Löffelholz, die seit 30 Jahren an der Kreuzung ein Radiofachgeschäft betreibt. „Die Taunusstraße ist zu einer Rennstrecke verkommen. Je dicker die Autos, umso höher die Geschwindigkeit.“

In diesem Kreuzungsbereich werde, so klagt der Bürgerverein, vor allen morgens und abends auf den Gehwegen geparkt - von Lieferfahrzeugen wie Dauerparkern. Das Problem hier seien fehlende oder entfernte Absperr-Poller. „Die werden in irgendwelchen Kellern zwischengelagert“, sagt Perschmann-Plättner. Hier sagt die Stadtverwaltung den Bürgen Unterstützung zu: „Die Lücken in der Pfostenreihe werden so geschlossen, dass ein Durchfahren mit Autos nicht mehr möglich ist.“

Halteverbot neu regeln

Doch darüber hinaus fordern Bürger und Anwohner noch weitere Verbesserungen. So seien rund um den Taunusplatz die Grenzmarkierungen auf den Fahrbahnen unklar. Immer wieder würden Fahrzeuge in den Einmündungsbereichen geparkt und gefährdeten so den Verkehr aus Richtung des Platzes und die Kinder auf dem Spielplatz.

„Durch die dort geparkten Autos können die Pänz den Verkehr auf der Straße nicht überblicken und einschätzen“, schildert Claire Frings, die gegenüber dem Spielplatz ein Bestattungshaus betreibt. „Eine vernünftige Markierung auf der Fahrbahn würde schon helfen.“ Zudem fordern die Bürger eine Überprüfung und Neuregelung des Halteverbotes. Ähnlich sehen das wohl auch manche Bezirksvertreter.

„Wir teilen da nicht die Meinung der Verwaltung“, sagt Kalks Bezirksbürgermeister Markus Thiele (SPD). „Die Bürger haben sich eine unheimliche Mühe gemacht und mögliche und einfach zu finanzierende Verbesserungen aufgelistet. Da soll nun bei einem Fachgespräch und einem Ortstermin mit allen Beteiligten nach Lösungen gesucht werden.“



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