Von Uwe Schäfer, 01.09.10, 13:54h
„Wir feiern heute außerdem unser fünfjähriges Bestehen“, erläutert Pressesprecherin Iserath. Und in dieser Zeit habe sich vieles verändert. Allein das in jedem Jahr stattfindende Sommerfest vergrößere sich von Jahr zu Jahr. Heute zähle man auf der Festwiese, die dem Verein gehöre, 14 Stände fremder Organisationen und Anbieter. Hier kann man seinen Hund fotografieren lassen oder neues Zubehör wir Leine, Halsband oder Fressnapf kaufen. Andererseits präsentieren sich Vereine wie die Bergheimer Ausgabestelle der Tiertafel Deutschland, die weniger bemittelten Tierhaltern kostenlos Futter zur Verfügung stellt. Nebenan hat die Hundetagesstätte Bonn-Alfter ihren Stand aufgebaut. Ein Hingucker ist die Ausstellung von Motorrädern am Stand des Harley-Centers St. Augustin. Am eigenen Stand verkaufen Vereinsmitglieder T-Shirts, Kapuzenshirts und Anderes mit dem Logo „TS Pitbull und Stafford & Co“. Der Erlös fließt in den weiteren Ausbau des Tierheims.
Prüfung erforderlich
Geändert habe sich aber nicht nur das Sommerfest. „Wir arbeiten sehr eng mit der Stadtverwaltung zusammen“, so Iserath. Mittlerweile gebe die Stadt beschlagnahmte Hunde im Ostheimer Tierheim ab. „Das sind vor allem Tiere, deren Halter keine Berechtigung zu deren Besitz haben“, erklärt die Mitarbeiterin des Vereins. Pitbull, Staffordshire und verwandte Hunderassen zählen zu den so genannten Kampfhunden, für deren Haltung man eine besondere Prüfung ablegen müsse. Wer die nicht vorweisen kann, dürfe einen solchen Hund nicht besitzen. Iserath: „Allein im vergangenen Jahr vermittelten wir 70 solcher Hunde an neue Besitzer.“ Leben die Halter in Köln, bekommen sie eine Belohnung von der Stadt: „Seit 2009 erlässt ihnen die Verwaltung für ein Jahr die Hundesteuer.“
Zwei dieser vermittelten Bewohner sind beim Sommerfest zu Gast. Die beiden Mischlinge Grete und Mücke haben ihr neues Heim bei Familie Bauer in der Nähe von Neuwied gefunden. Oft würden auch Welpen hier abgegeben, die aus illegaler Zucht stammen. Die gebe der Verein alle in Pflegefamilien. „Kein Welpe kommt bei uns in den Zwinger“, so die Pressesprecherin des TS Pit-Staff.
Sind die Hunde in Ostheim gestrandet, erwartet sie an umfangreiches Programm. Sie werden nicht nur drei Mal täglich Gassi geführt, sondern fachmännisch geschult. „Wir bereiten sie intensiv auf den vom Gesetzgeber geforderten Wesenstest vor“, so Iserath. Und die Erfolgsquote sei sehr hoch.
Auf die Zukunft des Vereins angesprochen, erläutert Iserath das wichtigste Vorhaben für die nächste Zeit: „Wir wollen die Wiese auf unserem Grundstück einzäunen.“ Auf diese Weise würde ein Platz entstehen, in dem die sich Hunde auch ohne Leine richtig austoben können.
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