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Kommentar zum „Haus der Architektur“

Einmischung und Engagement

Von Christian Hümmeler, 01.09.10, 20:42h, aktualisiert 01.09.10, 20:43h

Über fehlendes Interesse oder unzureichendes Engagement muss sich das Kölner „Haus der Architektur“ nicht beklagen. Das liegt unter anderem daran, dass der Verein sein vielfältiges Angebot wirkungsvoll organisieren kann.

Haus der Architektur
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Dass das „Haus der Architektur“ als Akteur ernst genommen wird, zeigt die intensive Teilnahme von Kölner Spitzenpolitikern an den Veranstaltungen des „Hauses der Architektur“. (Bild: Grönert)
Haus der Architektur
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Dass das „Haus der Architektur“ als Akteur ernst genommen wird, zeigt die intensive Teilnahme von Kölner Spitzenpolitikern an den Veranstaltungen des „Hauses der Architektur“. (Bild: Grönert)
Es gibt Initiativen, die kühn und hoffnungsvoll starten, aber schon nach wenigen Monaten kümmerlich eingehen. Mangels Interesse, mangels Engagement, mangels finanzieller Mittel. Um letztere ist es auch beim Kölner „Haus der Architektur“ nicht blendend bestellt - über fehlendes Interesse aber oder unzureichendes Engagement muss der rührige Verein, der seit fünf Jahren die Kölner Kulturszene bereichert, nicht beklagen.

Das liegt zum einen an den Mitwirkenden, die das ehrenamtliche Engagement für die Baukultur in dieser Stadt konstant ernst nehmen. Das liegt aber auch daran, dass sich der Verein im Rahmen seiner Möglichkeiten professionelle Strukturen (in Form eines fest angestellten Geschäftsführers) gegeben hat und so sein vielfältiges Angebot seit der Gründung wirkungsvoll organisieren und kommunizieren kann.

Zum Erfolg des Architektur-Hauses trägt zudem die durchdachte Programmarbeit bei: Die Themen entstammen sämtlich der Stadt, maximal der Region - sie sind für jeden erlebbar und oftmals so hochaktuell wie umstritten. Luftige Theorie-Diskussionen finden hier zumeist keinen Platz, vielmehr geht es den rund 200 Vereinsmitgliedern um eine ganz konkrete Einmischung in die städtebauliche Diskussion. Auch als Gegenpart zur Stadt - und dass das „Haus der Architektur“ als Akteur ernst genommen wird, zeigt die intensive Teilnahme von Kölner Spitzenpolitikern an den Veranstaltungen des „Hauses der Architektur“.

Die allermeisten dieser Veranstaltungen müssen allerdings wohl noch auf längere Zeit an wechselnden Orten stattfinden. Erst wenn das bereits zugesagte, aber nach dem Archiveinsturz anderweitig genutzte Domizil im Erdgeschoss des VHS-Gebäudes am Neumarkt bezogen ist, gibt es endlich auch räumlich wieder eine feste Anlaufstelle für Architekturinteressierte in Köln.



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