Chempark-Chef Ernst Grigat (rechts) hat auf dem Lützenkirchener Sportplatz genau so viel Spaß wie die Empfänger von insgesamt gut 10 000 Euro aus der Nachbarschaftsaktion. Das Geld wird zu gleichen Teilen auf fünf Projekte aufgeteilt. (Bild: Ralf Krieger)
Chempark-Chef Ernst Grigat (rechts) hat auf dem Lützenkirchener Sportplatz genau so viel Spaß wie die Empfänger von insgesamt gut 10 000 Euro aus der Nachbarschaftsaktion. Das Geld wird zu gleichen Teilen auf fünf Projekte aufgeteilt. (Bild: Ralf Krieger)
Lützenkirchen -
Deutschkurse für Grundschüler, Klettergerüste, Förderung für Sängernachwuchs, ein Defibrillator, hunderte Bälle: Mit gut 10 000 Euro lässt sich etwas anstellen. Das zeigte sich am Mittwoch auf dem Lützenkirchener Sportplatz. Im Vereinsheim des SSV wurden die Gewinner der Chempark-Spendenaktion „Nachbar schafft Hilfe“ vorgestellt. Der Ort war mit Bedacht gewählt. Der SSV hatte weitaus die meisten Unterstützer für sein Projekt mobilisieren können: Mehr als 9000 von gut 70 000 Stimmen wurden im Internet für den SSV abgegeben. Sein Projekt ist Resultat eines Schicksalsschlags: Im Mai zündeten Brandstifter zwei Container auf dem Sportplatz im Bruch an, in dem sich ein Großteil der Trainingsausrüstung befand. „370 Bälle waren kaputt“, so Doris Seifert. Die jungen Fußballer - knapp 400 von 1200 SSV-Mitgliedern - hatten kaum noch Material zum Üben. Da kam die Spendenaktion des Chempark gerade recht: Immerhin waren jeweils gut 2000 Euro zu verteilen.
An das Geld kam man nicht einfach so: Im Internet mussten Unterstützer gefunden werden. Der SSV Lützenkirchen stand bis zum Abstimmungsende am Dienstagabend klar an der Spitze. Auf den Plätzen wurde es enger: Knapp 6300 Unterstützer versammelte der Förderverein an der Marienschule Opladen hinter seinem Plan, den Sanitätsdienst aufzurüsten. Schüler sorgen unter Anleitung ihres Lehrers Matthias Nolte für medizinische Erstversorgung im Notfall. Jetzt soll ein Defibrillator angeschafft werden, der auch von Laien bedient werden kann. Und Polohemden mit Aufdruck, damit man die Helfer besser erkennen kann.
Michael Porr, Leiter des Bachchors, will mit dem Spendengeld die Nachwuchsförderung verbessern. An der Hans-Christian-Andersen-Schule soll die ersehnte Kletteranlage gebaut werden: „Der Spendenlauf hat nicht gereicht“, berichtete Stephanie Reimers. Sogar zwei Grundschulen - Astrid-Lindgren und die an der Heinrich-Lübke-Straße - sollen von einer Aktion des Bürgervereins Steinbüchel profitieren: Dort gibt es Deutschkurse.