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Nummerngirls

Sie wollen mit Felix Sturm ins Fernsehen

Erstellt 01.09.10, 19:22h, aktualisiert 01.09.10, 19:40h

Mehrere hundert hatten sich übers Internet beworben - zwölf Mädels aus Köln und Umgebung qualifizierten sich letztlich für das finale Casting. Ihr großes Ziel: Sie wollen Nummerngirl beim WM-Kampf von Felix Sturm in der Lanxess-Arena werden.

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Als Nummerngirls im Boxring müssen die Mädels vor allem eins - immer nur lächeln. (Bild: Schwarz)
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Als Nummerngirls im Boxring müssen die Mädels vor allem eins - immer nur lächeln. (Bild: Schwarz)
Köln - Willkommen in der schönen Scheinwelt. Sie waren ausstaffiert mit Klamotten von Calvin Klein, wurden mit dicken Autos vorgefahren und stolzierten im Blitzlichtgewitter über einen recht kurzen, roten Teppich ins „Brownies“-Café am Hohenzollernring. Zwölf Mädels aus Köln und Umgebung hatten sich fürs finale Casting qualifiziert - mehrere hundert hatten übers Internet ihre Bewerbungen eingereicht - und wollten Nummerngirl beim WM-Kampf von Felix Sturm werden. In unterschiedlichen Outfits - elegant und sexy - galt es in mehreren Runde eine Jury um Ex-Playmate Janine Habek zu überzeugen, denn nur sechs dürfen am Samstag in der Lanxess-Arena antreten. Daher galt es auch Fragen nach Name, Alter und Herkunft zu beantworten. Keine allzu große Herausforderung an die Intelligenz. „Die ist auch nicht so gefragt. Die Optik zählt“, waren sich die Organisatoren Bernd Weber und Manfred Meier einig.

Geht der Kampf über die volle Zwölf-Runden-Distanz, kommen alle sechs Gewinnerinnen zweimal zum Einsatz. Was ist bei einem K.O. in der zweiten Runde? Meier: „Dann haben die Mädchen halt Pech gehabt und kommen nicht ins Fernsehen.“

Sicher im TV zu sehen sind dagegen die Nachwuchsboxer der Faustkämpfer Kalk , die am Mittwoch in den Köln Arcaden bei einem Schau-Training auf ihr Idol trafen. „Zweimal die Linke, dann die Rechte. Los alle zusammen. Rechts-links, rechts-links. Und jetzt alle auf den Boden: Liegestütze.“ Box-Champion Sturm hatte die kleinen Talente fest im Griff. Vor seinem großen Kampf posierte er nicht nur mit Gegner Giovanni Lorenzo , sondern nahm sich viel Zeit für seine jüngsten Fans. „Kinder sind mir unheimlich wichtig und das nicht erst seitdem ich selbst einen Sohn habe“, betont der WBA-Weltmeister im Mittelgewicht. Seit zwei Jahren ist er Pate der Initiative „Kids for future“, die sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmert. „Wir wollen den Kids mit dem Boxen eine Beschäftigung geben, die nicht nur Spaß macht, sondern ihnen auch klare Regeln vermittelt“, erklärt Mitinitiatorin Daniela Otten . Die Entscheidung, Sturm als Pate zu wählen, fiel entsprechend leicht: „Er zeigt den Kindern, was man erreichen kann, wenn man diszipliniert und fleißig ist. Er ist einfach ein tolles Vorbild.“ Und er hat die box-begeisterten Kleinen als Zuschauer in die Arena eingeladen. Zum Kampf haben sich auch noch einige Fußballnationalspieler um Lukas Podolski und René Adler , Schauspieler Uwe Ochsenknecht sowie die TV-Moderatoren Oliver Pocher und Hugo Egon Balder angesagt. (amk/NR)



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