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Studie

Kritik an häufigen Einmalzahlungen

Erstellt 02.09.10, 21:43h, aktualisiert 08.09.10, 10:07h

Einmalzahlungen können ein gutes Mittel sein, um in schwierigen Tarifverhandlungen zu einer Einigung zu kommen. Allerdings werden diese Einmalzahlungen in letzter Zeit zur Regel und reguläre Lohnerhöhungen treten in den Hintergrund.

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Einmalzahlung statt Lohnerhöhung - für die Lohnentwicklung der Arbeitnehmer ein negativer Trend. (Bild: dpa)
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Einmalzahlung statt Lohnerhöhung - für die Lohnentwicklung der Arbeitnehmer ein negativer Trend. (Bild: dpa)
DÜSSELDORF - Arbeitnehmer müssen sich seit Jahren immer häufiger mit Einmalzahlungen statt echten Lohnerhöhungen zufrieden geben. Im vergangenen Jahrzehnt habe eine „schleichende Verschiebung“ stattgefunden, teilte das Wirtschafts- und Sozialwirtschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung mit. So seien bis in die 90er Jahre die Einmalzahlungen vor allem genutzt worden, um die damals meist sehr geringe Zahl an Monaten auszugleichen, die zwischen dem Auslaufen des alten Tarifvertrags und dem Beginn der vereinbarten Gehaltserhöhung lagen. Inzwischen sei dieses Muster eher die Ausnahme. In den vergangenen zehn Jahren seien die Zeitspannen zwischen dem Auslaufen des Tarifvertrags und der regulären Lohnerhöhung immer länger geworden. Somit hätten Einmalzahlungen ein relativ stärkeres Gewicht erhalten.

WSI-Leiter Reinhard Bispinck wies darauf hin, dass Einmalzahlungen ein gutes Instrument sein könnten, um in schwierigen Tarifverhandlungen außer der regulären Lohnerhöhung einen Bonus zu zahlen, der eine Einigung erleichtere. Einmalzahlungen seien auch als Bonus bei einem besonders hohen Jahresgewinn sinnvoll. Allerdings dürften sie kein Ersatz für reguläre Tariferhöhungen werden. (rtr)



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