Von Heike Nickel, 03.09.10, 17:30h, aktualisiert 03.09.10, 18:15h
„Mit dem Labyrinth das Leben feiern!“ ist der 5. Internationale Kongress des Netzwerks überschrieben, der am Donnerstagabend im LVR-Industriemuseum in Kuchenheim eröffnet wurde. Rund 100 Teilnehmerinnen und eine Handvoll Teilnehmer hatten sich dort eingefunden. Wer wollte, konnte sich von „La Golomba“, einer Geschichtenerzählerin aus Nettersheim, eine persönliche Geschichte weben lassen, bevor es im Anschluss in der Shedhalle offiziell wurde.
Landrat Günter Rosenke, der die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte, dankte den Macherinnen des Euskirchener Labyrinthvereins für ihr unermüdliches Engagement der letzten acht Jahre: „Sie schaffen mit Ihren Angeboten einen ganz besonderen Raum für Frauen, Männer und Kinder hier in Euskirchen.“
Therapeutischer NutzenAuch Museumsleiter Detlef Stender hielt ein kurzes Grußwort, ebenso die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Euskirchen, Christine Loeb. Diese wünschte der Teilnehmerschar des Kongresses, der zuvor in London, Zürich, Dresden und Wetzlar stattgefunden hatte, „viele neue Ein- und Ausblicke auf dem Weg zur Mitte“.
Einen detaillierten, sehr tiefgründigen Fachvortrag hielt im Anschluss Labyrinth-Fachfrau Ilse Seifried aus Wien, die die Kongresse seinerzeit auch initiiert hatte. Sie legte ihren Zuhörern unter anderem den therapeutischen Nutzen eines Labyrinths dar. Mit einem üppigen gemeinsamen Essen und anschließendem Tanz in der Shedhalle, bei dem Monika Dransmann-Loick und eine Trommlerin den Kongressteilnehmern ordentlich einheizten, klang der Eröffnungsabend aus.
Am Freitagvormittag standen zwei Fachvorträge auf dem Programm: Die Historikerin Irene Franken erzählte Kulturgeschichtliches zum Labyrinth, „Vom Spaß am Verirren und der spirituellen Kraft des Weges - Labyrinth und Irrgarten in der Gegenwart“ sprach Dr. Dagmar Hänel vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn. Drei Fachleute beantworteten zudem die Frage, was das Labyrinth in der Therapie zu suchen hat.
Den restlichen Freitag verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unterschiedlichen Workshops, in denen es unter anderem um Selbstheilung, heimische Wildkräuter im Labyrinth, Tanz und kreative Auseinandersetzung durch Malen, Maskenbau oder Weben ging.
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