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Labyrinth-Kongress

Einblicke auf dem Weg zur Mitte

Von Heike Nickel, 03.09.10, 17:30h, aktualisiert 03.09.10, 18:15h

100 Teilnehmerinnen und eine Handvoll Teilnehmer waren zum Auftakt der Tagung ins Industriemuseum gekommen. Auf dem Programm standen Fachvorträge und Workshops, in denen es unter um Selbstheilung, Tanz und Maskenbau ging.

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Die Nettersheimer Geschichtenerzählerin Claudia Golomb (links) sorgte in ihrem märchenhaften Pavillon für Kurzweil unter den Teilnehmern. (Bild: Reinartz)
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Die Nettersheimer Geschichtenerzählerin Claudia Golomb (links) sorgte in ihrem märchenhaften Pavillon für Kurzweil unter den Teilnehmern. (Bild: Reinartz)
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„Alle Aufgaben in Rekordzeit erfüllt“, lobte Schirmherr Landrat Günter Rosenke bei seinem Grußwort in der Shedhalle des Industriemuseums die Initiatorinnen des Euskirchener Labyrinths. (Bild: Nickel)
Labyrinth-Kongress
Euskirchen-Kuchenheim - Das Labyrinth ist ein uraltes Symbol. Es wurde in Felsen geritzt, in Stein gehauen, gedruckt und gemalt. Labyrinthe existieren als Mosaike, Bauwerke oder als Pflanzung, manchmal auch in vergänglicher Form - in den Sand gemalt oder in den Rasen gemäht. Fast immer steht das Labyrinth als ein Symbol für den Weg des Lebens - verschlungen, länger als gedacht und bisweilen mühsam, weil er scheinbar vom Ziel wegführt.

„Mit dem Labyrinth das Leben feiern!“ ist der 5. Internationale Kongress des Netzwerks überschrieben, der am Donnerstagabend im LVR-Industriemuseum in Kuchenheim eröffnet wurde. Rund 100 Teilnehmerinnen und eine Handvoll Teilnehmer hatten sich dort eingefunden. Wer wollte, konnte sich von „La Golomba“, einer Geschichtenerzählerin aus Nettersheim, eine persönliche Geschichte weben lassen, bevor es im Anschluss in der Shedhalle offiziell wurde.

Landrat Günter Rosenke, der die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen hatte, dankte den Macherinnen des Euskirchener Labyrinthvereins für ihr unermüdliches Engagement der letzten acht Jahre: „Sie schaffen mit Ihren Angeboten einen ganz besonderen Raum für Frauen, Männer und Kinder hier in Euskirchen.“

Therapeutischer Nutzen

Auch Museumsleiter Detlef Stender hielt ein kurzes Grußwort, ebenso die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Euskirchen, Christine Loeb. Diese wünschte der Teilnehmerschar des Kongresses, der zuvor in London, Zürich, Dresden und Wetzlar stattgefunden hatte, „viele neue Ein- und Ausblicke auf dem Weg zur Mitte“.

Einen detaillierten, sehr tiefgründigen Fachvortrag hielt im Anschluss Labyrinth-Fachfrau Ilse Seifried aus Wien, die die Kongresse seinerzeit auch initiiert hatte. Sie legte ihren Zuhörern unter anderem den therapeutischen Nutzen eines Labyrinths dar. Mit einem üppigen gemeinsamen Essen und anschließendem Tanz in der Shedhalle, bei dem Monika Dransmann-Loick und eine Trommlerin den Kongressteilnehmern ordentlich einheizten, klang der Eröffnungsabend aus.

Am Freitagvormittag standen zwei Fachvorträge auf dem Programm: Die Historikerin Irene Franken erzählte Kulturgeschichtliches zum Labyrinth, „Vom Spaß am Verirren und der spirituellen Kraft des Weges - Labyrinth und Irrgarten in der Gegenwart“ sprach Dr. Dagmar Hänel vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte Bonn. Drei Fachleute beantworteten zudem die Frage, was das Labyrinth in der Therapie zu suchen hat.

Den restlichen Freitag verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unterschiedlichen Workshops, in denen es unter anderem um Selbstheilung, heimische Wildkräuter im Labyrinth, Tanz und kreative Auseinandersetzung durch Malen, Maskenbau oder Weben ging.



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