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Lesung

Autor kam diesmal pünktlich

Von Gudrun Klinkhammer, 03.09.10, 17:55h, aktualisiert 03.09.10, 18:16h

David Safier begeisterte die Zuhörerschar auf Burg Hengebach. Die Lesung aus seinem genialen Buch „Plötzlich Shakespeare“ ergänzte der Autor immer wieder mit Erzählungen aus dem Nähkästchen.

David Safier
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David Safier am Donnerstagabend in Heimbach. (Bild: Klinkhammer)
David Safier
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David Safier am Donnerstagabend in Heimbach. (Bild: Klinkhammer)
Heimbach - Der Versuch, in Heimbach das Eifel-Literatur-Festival zu etablieren, fiel vor zwei Jahren ins Wasser. Damals sollte Roger Willemsen im Jugendstilkraftwerk lesen, was jedoch nicht passierte. Der Flug von Hamburg nach Köln, für den der Schriftsteller ein Ticket hatte, war kurzfristig storniert worden.

Die erste Frage des Heimbacher Bürgermeisters Bert Züll lautete daher beim erneuten Versuch der Eifel-Literatur-Festival-Premiere am Donnerstagabend in Heimbach: „Ist der Autor da?“, was Organisator Josef Zierden mit einem strahlenden „Ja“ beantworten konnte.

Gemeinsam mit seiner Frau Marion war David Safier pünktlich auf die Burg Hengebach gekommen, um gut 100 Gästen eine schöne Zeit zu bescheren. Der in Bremen lebende Familienvater machte sich mit Drehbüchern für TV-Hits wie etwa „Berlin, Berlin“ oder „Nikola“ einen Namen. Als Autor gelang ihm mit „Mieses Karma“ und „Plötzlich Shakespeare“ der Durchbruch. Bert Züll: „David Safier ist einer der erfolgreichsten Autoren der letzten Jahre in Deutschland.“

Zwei Millionen Leser

Zierden wusste zu berichten: „Seine ersten beiden Bücher erreichten mehr als zwei Millionen Leser.“ Die Lesung aus seinem genialen Buch „Plötzlich Shakespeare“ ergänzte der Autor in Heimbach immer wieder mit Erzählungen aus dem Nähkästchen.

Er gab auf sympathische Weise preis, wie es für einen Autor ist, wenn das eigene Buch herauskommt. Safier: „Dann bin ich nervös.“ Manchmal schickt er seine Frau in die Buchhandlungen als Späher vor. Peinlich wird es allerdings, wenn diese inkognito nach dem neuesten Buch ihres Mannes fragt, gleichzeitig ein Mathebuch für einen der beiden Söhne kauft und dann mit einer EC-Karte bezahlt.

In seinen Büchern thematisiert David Safier die Reinkarnation. Wenn er die Wahl hätte, würde er gerne als sein eigener Familienhund wiedergeboren werden. Bei einer gegen drei Stimmen (Safier: „Dreimal dürfen sie raten, wer die Gegenstimme abgab“) erwarb Familie Safier vor einiger Zeit einen „Labradudel“, eine Mischung aus Labrador und Pudel. Safier: „Und aufgrund meiner Erfahrungen gebe ich ihnen jetzt einen Ratschlag fürs Leben: Wenn ein Züchter sagt, der Hund wird gar nicht so groß, dann glauben sie ihm kein Wort.“



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