Von Horst Komuth, 03.09.10, 16:56h
Weil das Gräberfeld von der Straße und einem angrenzenden Fußweg nicht einsehbar ist, treffen sich hier nach Beobachtung von Schlömer immer wieder Jugendliche, die dort auch Müll hinterlassen und Schäden anrichten. Den mangelhaften Zustand des Areals hatte schon der frühere Ortsvorsteher Kurt Kukla bemängelt. Immerhin war das Hochkreuz von Moosflechten befreit und der Weg erneuert worden. Doch von einer regelmäßigen Pflege ist nichts mehr zu sehen. Am Hochkreuz vermodert ein Kranz, der im letzten Jahr am Volkstrauertag dort hingelegt worden war. Schlömer benachrichtigte die Kriegsgräberfürsorge. An die Stadtveraltung wandte sich der Bürger nicht. Begründung: „Dort wird ja doch nicht reagiert.“
Schlimm sei auch der Zustand der Grabfelder. Mit der Mähmaschine werde über den Rasen gefahren, Kerzen und Grableuchten zermahlen. Das Unkraut sprieße, die Wege seien verschmutzt. Zu allem Überfluss ist nun auch noch ein großer Baum (offenbar bei den jüngsten Gewittern) vom Blitz getroffen worden. Er brach auseinander. Schwere Äste flogen auf die Grabfelder. Ortsbürgermeister Fred Schmitz bestätigt das Problem mit der Kriegsgräberstätte. Es gebe Gymnicher Bürger, die sich zweimal im Jahr zusammentäten, um aufzuräumen. Aber das reiche natürlich nicht aus. Bei der alljährlichen Müllsäuberungsaktion Aktion „Saubere Erftstadt“ werde die Fläche gemieden, Grundschüler würden dort aus Sicherheitsgründen nicht Unrat auflesen, weil dort Scherben aber auch Spritzen auf dem Boden lägen. Schmitz will das Problem bei einem Gespräch mit dem Bürgermeister ansprechen. Möglichkeiten für eine durchgreifende Lösung sieht der Ehrenbeamte aber kaum. Das unübersichtliche Areal könne kaum komplett eingezäunt werden.
Auf den Zustand des Friedhofs angesprochen erklärte die Verwaltung, dass sie sich schnellstmöglich ein Bild vor Ort machen wolle. Der Kranz vom Vorjahr werde rasch entsorgt und der umgestürzte Teil des Baumes entfernt. Tatsächlich werde die Grünfläche alle zwei Wochen gemäht und drei bis vier mal die Wege gesäubert. Einmal jährlich werde auch der Wildwuchs auf dem Gelände zurückgeschnitten. Die mit der Rasenpflege beauftragte Firma werde gebeten, künftig mehr Rücksicht auf Lampen, Kerzen und anderen Grabschmuck zu nehmen.
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