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Kölner Vekehrs-Bunde

Studenten steuern Stadtbahnen

Von Matthias Pesch, 03.09.10, 18:43h, aktualisiert 04.09.10, 12:02h

Es ist eine andere Art des Studentenjobs: Elf Frauen und Männer bekommen ihre Führerscheine und dürfen nun Erfahrungen in Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe sammeln. Insgesamt sind derzeit 21 Studenten für das Unternehmen unterwegs.

KVB
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(Symbolbild: KVB)
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(Symbolbild: KVB)
Anja Waschkau hat schon bei McDonalds gejobbt, bei der Messe und auch am Rhein-Energie-Stadion. „Als Student sollte man die Möglichkeit nutzen, viele Erfahrungen zu sammeln“, sagt die 24-Jährige, die an der Kölner Fachhochschule Personalmanagement und Marketing studiert. Künftig sammelt sie ihre Erfahrungen in Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) - nicht als Fahrgast, sondern als Fahrerin. „Als Student ist man täglich mit der KVB unterwegs“, sagt sie schmunzelnd, „da kann man dann auch selber fahren.“

Anja Waschkau gehört zu den elf Studenten, die jetzt nach siebenwöchiger Ausbildung ihren Stadtbahn-Führerschein bekamen. Es sei das große Unternehmen, das sie gereizt habe und das möglicherweise auch nach dem Studium eine Perspektive biete, sagt sie. „Und die Verantwortung, die man als Fahrer übernehmen muss.“

Insgesamt sind derzeit 21 Studenten für die KVB unterwegs. Sie entlasten nach den Worten von KVB-Chef Jürgen Fenske die rund 650 Stadtbahnfahrer, für die die Belastungen ständig stiegen, unter anderem wegen der zahlreichen Großveranstaltungen in der Stadt. Die elf Nachwuchs-Fahrer - insgesamt hatten sich mehr als 90 Studenten beworben - sind maximal 19 Stunden pro Woche für einen Stundenlohn von 11,50 Euro im Einsatz, und zwar nur in Niederflur-Fahrzeugen auf den Linien 1 und 9, für die sie ausgebildet wurden. „Gerade auf der Ost-West-Strecke werden häufig zusätzliche Fahrer benötigt“, so Fenske.

Am Montagnachmittag hat Anja Waschkau ihre erste Fahrt. Anfangs sei die Handhabung des großen Gefährts etwas ungewohnt gewesen, „aber man wächst da rein“. Man müsse „mehr aufpassen als im Auto“, sagt sie - „und man kann nicht ausweichen“.



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