Von Christiane Mitatselis, 05.09.10, 22:58h, aktualisiert 06.09.10, 07:18h
Er und seine Teamkollegen werden sich in den nächsten Tage einiges anhören dürfen. Denn ihr Trainer und Manager Bill Stewart war nach der Schlappe vor gut 10 000 Zuschauern in der Lanxess-Arena kein bisschen amüsiert: „Wir waren schon zufrieden mit dem, was wir am Freitagabend erreicht haben“, maulte der Kanadier in Anspielung auf den Kölner 3:0-Sieg im Hamburg. „Ingolstadt hat verdient gewonnen, sie hatten heute die bessere Einstellung.“
Vor allem hatten sie auch mit Ian Gordon den besseren Torhüter. Kölns neuer Keeper Adam Dennis (25 / Kanada), der aus der italienischen Liga gekommen ist, hatte keinen guten Abend. Doch es gab auch Lichtblicke. Die Haie spielten immerhin ein überzeugendes erstes Drittel, an das sie im Idealfall werden anknüpfen können. Stewart hatte bei der Wahl seiner 14 neuen KEC-Profis Wert auf Schnelligkeit und Motivation gelegt. Und tatsächlich starteten seine neuen Haie mit viel Geschwindigkeit und Einsatz in die Partie. Nach dem frühen Gegentreffer durch Jakub Ficenec in der dritten Minute schlugen die Kölner umgehend zurück. Verteidiger Ross Lupaschuk, vorab gerühmt für seinen gefährlichen Schlagschluss, traf nach schöner Vorarbeit von Mirko Lüdemann und Philip Gogulla mit einem solchen zum 1:1 (5.). 65 Sekunden später markierte Ryan Ramsay, mit sechs Treffern bester KEC-Torschütze in der Vorbereitung, aus kurzer Distanz das 2:1 für die Kölner Haie. Es sah in dieser Phase gut aus für die Haie, besonders die Reihe mit Ullmann, Gogulla und Ivan Ciernik erzeugte Gefahr vor dem Tor von ERC-Keeper Gordon, der aber gute Arbeit leistete.
Erst gegen Ende des Drittels zeigte der ERC Ingolstadt, dass er nicht zu Unrecht zu den drei stärksten Teams der Liga neben Mannheim und Berlin gezählt wird. Die Gäste arbeiteten sich ins Spiel und glichen nach der Pause durch Tyler Bouck aus, der mit einem sehenswerten Schuss aus spitzem Winkel erfolgreich war (28). Haie-Torhüter Dennis war in diesem Fall machtlos, Boucks Treffer zum 3:2 war jedoch haltbar. Ein harmloser Schuss eierte Dennis durch die Schoner ins Tor. War es die Nervosität bei der Heimpremiere? Es sollte jedenfalls nicht die letzte Situation bleiben, in der Dennis unbeholfen aussah.
Nachdem der Schwede Johan Akermann per Schlagschuss zum 3:3 für den KEC getroffen hatte (45.), war der ERC nur acht Sekunden später im Gegenzug durch Rick Gerard erfolgreich - dieser Schuss war ebenfalls haltbar. Auch das 3:5 durch Christoph Gawlik hätte ein sicherer Torhüter pariert. „Ich bin nicht zufrieden, ich habe ein paar Tore kassiert, die nicht hätten reingehen dürfen“, sagte Dennis.
Kölner Haie: Dennis - Mo. Müller, Card - Lee, Akerman - Lüdemann, Lupaschuk - Ankert - Sixsmith, Classen, Sparre - Pettinger, Jaspers, Ramsay - Gogulla, Ullmann, Ciernik - Hauner, Fauser, Urquhart. - Zuschauer: 10 098. - Schiedsrichter: Klau (Simmern).
- Strafminuten: Köln 12 / Ingolstadt 14. - Tore: 0:1 Ficenec (2:22), 1:1 Lupaschuk (4:23), 1:2 Ramsay (5:28), 2:2, 2:3 Bouck (27:56, 35:37), 3:3 Akerman (44:54), 3:4 Girard (45:02), 3:5 Gawlik (49:26).
blanchette
06.09.2010 | 23.23 Uhr | blanchette
Es scheint schon jetzt wieder so wie im Vorjahr zu laufen! Ohne daß
ich bereits jetzt wieder anfangen will zu unken, aber das Schema
läuft immer…
KEC-Torhüter
05.09.2010 | 23.46 Uhr | blanchette
Als Stammzuschauer beim KEC seit nunmehr 40 Jahren soll mir der
"Diktator" Stewart einmal erklären, warum in diesem Jahr unbedingt
ein…
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