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Studie

„Geld macht Probleme“

Von Karin Billanitsch, 07.09.10, 18:48h

Dem Thema Geld begegnen junge Menschen mit gemischten Gefühlen. Während für einige Geld mit Freiheit verknüpft ist, sind andere von dem Umgang mit Finanzen überfordert. Wie mit Geld umgegangen wird, hängt meist davon ab, wie es einem zu Hause vorgelebt wurde.

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Wenn das Geld nicht reicht, sollten Einnahmen und Ausgaben genau aufgelistet werden, um einen Überblick zu bekommen. (Bild: dpa)
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Wenn das Geld nicht reicht, sollten Einnahmen und Ausgaben genau aufgelistet werden, um einen Überblick zu bekommen. (Bild: dpa)
KÖLN – Das Thema Finanzen weckt widersprüchliche Gefühle bei jungen Erwachsenen: Die Mehrzahl verbindet mit Geld das positive Gefühl von Freiheit - andererseits interessiert der Umgang mit Geld fast jeden Zweiten nicht sonderlich, ist aber eben notwendig. Jeder Sechste ist bei Finanzfragen sogar total überfordert und hat bereits kapituliert. Dieses für die Banken alarmierende Ergebnis haben die Autoren einer gemeinsamen Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands und des FAZ-Instituts herausgefunden. Für die Studie wurden rund 1000 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 39 Jahren befragt.

Probleme und Ängste

Die Analyse deckt auch Ängste im Umgang mit dem Thema Geld bei Geringverdienern auf. „Geld macht nur Arbeit und Probleme“, meinen 29 Prozent der Befragten mit weniger als 1000 Euro Haushalts-Nettoeinkommen, und 27 Prozent derjenigen, die zwischen 1000 und 2000 Euro verdienen. Diesen Reaktionen wollen die Autoren entgegensteuern, indem sie Angebote fordern, die „zeigen, dass Finanzmanagement nicht immer kompliziert sein muss.“ Es müsste ein „positives Grundgefühl für Geld“ geweckt werden, Freude am Sparen, Geld einteilen, Planen und Kontrollieren. DSGV-Präsident Heinrich Haasis sagte, die Institute wollten verstärkt Broschüren anbieten, die komplexe Themen anhand von Grafiken erläutern. Um Jüngere anzulocken, würden nun auch verstärkt Internet-Angebote gemacht, wie etwa ein elektronisches Haushaltsbuch.

Doch in Deutschland ist das Thema Finanzen für viele ein Tabu: Nur 31 Prozent finden, dass man über Geld ruhig offen sprechen könne. Dabei fördert diese Verschwiegenheit eher Hemmungen und Ängste. Überraschend deutlich ist erkennbar, dass schon Kinder zu Hause den richtigen Umgang mit Geld lernen können. „Bei denjenigen, die in ihrem Elternhaus Sparsamkeit vorgelebt bekommen haben, sparen drei Viertel ebenfalls wieder für schlechte Zeiten. Wurde im Elternhaus weniger sparsam gelebt, liegt der Anteil nur gut bei der Hälfte“, so Haasis. Immerhin verfügen 73 Prozent der jungen Erwachsenen über einen Notgroschen, 65 Prozent sparten auf eine geplante Anschaffung.



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