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Flüchtlingsheim

Im Haus gibt es nur Kohleöfen

Von Norbert Ramme, 08.09.10, 12:57h

Das Flüchtlingsheim an der Augsburger Straße wird geschlossen. In seinem erbärmlichen Zustand würde das Haus den Winter nicht überstehen. Im Sozialausschuss soll geklärt werden, wo man die 88 Flüchtlinge in Zukunft unterbringt.

Augsburger Straße
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Das Übergangswohnheim an der Augsburger Straße. (Bild: Ramme)
Augsburger Straße
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Das Übergangswohnheim an der Augsburger Straße. (Bild: Ramme)
HÖHENBERG - „Bis zum Jahresende wird das Flüchtlingsheim an der Augsburger Straße geschlossen“, sagt Michael Schleicher. „Aufgrund des maroden baulichen Zustandes ist das Haus nicht über den Winter zu bringen. Es gibt nur Kohleöfen, manche Räume sind gar nicht beheizbar“, so der Wohnungsamtsleiter auf einen Anfrage der SPD im städtischen Sozialausschuss. Dazu kündigt er ein Detailkonzept an, das in der

Neubauten geplant

kommenden Woche erarbeitet werde. Damit soll geklärt werden, wie und wann die derzeit an der Augsburger Straße untergebrachten 88 Flüchtlinge und Aussiedler in andere Wohnungen umziehen können. Im Gespräch ist auch eine gesonderte Unterbringung der Aussiedler. Schleicher: „Dazu müssten wir wohl ein Objekt neu anmieten. Solch ein Haus suchen wir gegenwärtig.“

Schützenhilfe für seine Bemühungen erhält Schleicher von den Kalker Bezirksvertretern. Einstimmig beschlossen sie einen von der SPD eingebrachten Dringlichkeitsantrag, die Verwaltung solle „für die derzeitigen Bewohner des Übergangswohnheimes eine angemessene Unterbringung“ finden. Zudem sollen das als marode geltende Haus an der Augsburger Straße 1 sowie das gegenüberliegende, bereits leer stehende Haus Nr. 4 so schnell wie möglich abgebrochen und durch Neubauten ersetzt werden, damit das gesamte Areal einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann. „Wir wollen den derzeitigen Bewohnern des Wohnheimes, aber auch den Nachbarn und Anwohnern eine Perspektive bieten“, sagt Bezirksbürgermeister Markus Thiele. Darin ist er sich mit dem Bürgerverein sowie den Kirchengemeinden in Höhenberg und Vingst einig.

Auch die CDU sieht, so Fraktionsvorsitzender Jürgen Schuiszill, „dringenden Handlungsbedarf.“ Nicht nur für die Nachbarschaft, auch für die beiden angrenzende Schulen müssen, so beschlossen die Bezirksvertreter, Lösungen gefunden werden - und das auch für die Phase der zukünftig geplanten Baumaßnahmen. Die Hauptschule Nürnberger Straße hat seit Schuljahresbeginn einen alten Eingang reaktiviert, der gleich neben dem Wohnheim auf das Schulgelände führt. „Der neue Eingang ist auch der alte. So müssen die Kinder sich nicht mehr erst über den Lehrerparkplatz drängeln, sondern kommen gleich auf den Schulhof“, sagte Schulleiterin Karin Lorra-Giese.

Ehrenamtliche Helferinnen der katholischen Gemeinde bieten den Kindern aus dem Übergangshaus jede Woche eine Bastel- sowie eine Spielstunde an. Pfarrer Franz Meurer sagt: „Wir unterstützen hier gerne.“ Zudem kündigte er für die Herbstferien im Kooperation mit Emrah Ceylan, einem Mitarbeiter der Kalker Kinder- und Jugendeinrichtung „Pavillon e.V.“ ein spezielles Projekt für die Jugendlichen aus dem Haus an.



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