Erstellt 08.09.10, 23:37h, aktualisiert 08.09.10, 23:45h
Der Bund der Vertriebenen (BdV) hatte die Charta jüngst in einer Feierstunde als herausragend gewürdigt. Für Giordano ist sie dagegen ein „Paradebeispiel deutscher Verdrängungskünste“. In dem Dokument würden die NS-Verbrechen, die Vertreibung der Juden seit 1933, der Vernichtungskrieg im Osten und der Holocaust nicht einmal erwähnt.
Er hoffe, dass Seehofer sich in seiner Rede daher nicht auf die Charta stützen werde. „Was wird nun diesmal, Herr Ministerpräsident? Wieder Berufung auf eine Schrift zur Vertreibung, die kein Wort, keine Silbe, keine Buchstaben von der Vorgeschichte der Vertreibung enthält, also ihrem apokalyptischen Ursprung?“. Es sei einäugig, wenn die Heimatvertriebenen in der Charta als „die vom Leid dieser Zeit am schwersten Betroffenen“ bezeichnet würden.
Die vor 60 Jahren verabschiedete Charta war die erste gemeinsame Erklärung der deutschen Vertriebenengruppen nach dem Zweiten Weltkrieg. Darin wird das Recht auf Heimat gefordert und ein Verzicht auf Rache und Vergeltung erklärt. (dpa)
Wieder ein Paradebeispiel...
09.09.2010 | 10.32 Uhr | Realist60
... für die Doppelmoral in unserem Lande!
"Dieser Entschluß ist uns ernst und heilig im Gedenken an das unendliche Leid, welches im besonderen das…
Verdrängung?
09.09.2010 | 00.05 Uhr | SchmitzeJupp
Kaum ein Tag, an dem nicht in den Medien irgendein Bericht über Nazideutschland zu lesen/sehen/hören ist. Bei jeder passenden und unpassenden…
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