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Gegen St. Pauli

Soldo plant ein paar Änderungen

Von Christian Löer, 09.09.10, 21:14h, aktualisiert 10.09.10, 00:46h

FC-Trainer Zvonimir Soldo plant vor dem Heimspiel gegen St. Pauli einige Änderungen. So wird wohl Andrézinho für Stefan Salger in die Startelf rücken. Auch Adam Matuschyk könnte eine Chance kriegen – wenn Soldo das Spielsystem wechselt.

Zvonimir Soldo
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Zvonimir Soldo (Bild: dpa)
Zvonimir Soldo
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Zvonimir Soldo (Bild: dpa)
KÖLN - Als Lukas Podolski am Dienstagabend im Rhein-Energie-Stadion überragte, saß sein Vereinstrainer Zvonimir Soldo auf der Tribüne und war beeindruckt. „Lukas hat zwar auf der falschen Position gespielt. Aber das hat er gut gemacht“, kommentierte der Kroate gestern mit einem Lächeln. Eigentlich spielt Podolski eher ungern auf dem Flügel, jedenfalls dann, wenn er das rote Trikot des 1. FC Köln trägt. Im Weiß der DFB-Auswahl leistet der Kölner Offensivmann an gleicher Stelle dagegen immer wieder Bemerkenswertes. „Ich freue mich für ihn. Er hat sehr engagiert gespielt und viele gute Aktionen gehabt“, befand Soldo gestern Nachmittag. In dieser Saison lässt der 42-Jährige Podolski mit Milivoje Novakovic in einer Doppelspitze spielen lässt. In den ersten zwei Spielen hat der 1. FC Köln zwar noch nicht gepunktet. „Aber mit Lukas war ich zufrieden“, sagt Soldo.

Die Kölner Probleme liegen bislang ohnehin eher in der Verteidigung. Das lag einerseits daran, dass zuletzt die Innenverteidiger Pedro Geromel (Muskelfaserriss) und Youssef Mohamad (Rotsperre) ausfielen. Beide Stamm-Innenverteidiger kann kein Verein der Bundesliga ersetzen. Immerhin wird Geromel zum Spiel gegen den FC St. Pauli (Sonntag, 17.30 Uhr) ins Team zurückkehren, Soldo erklärt: „Pedro ist noch nicht bei hundert Prozent. Aber er wird spielen.“

Die Abwehrkette dürfte eine weitere Änderung erfahren. Beim arg wackligen Testspiel gegen den MSV Duisburg (2:2) verursachte Stephan Salger einen Strafstoß, gleich danach wechselte Soldo ihn aus. Gut möglich, dass der junge Außenverteidiger eine Pause erhält. Seine Position auf der linken Seite könnte Miso Brecko einnehmen, für den Neuzugang Andrézinho die Rechtsverteidiger-Position einnehmen könnte. „Andrézinho ist ein Kandidat für die Startelf“, sagt Soldo.

Offen lässt der Coach, ob er gegen St. Pauli auch einen Systemwechsel plant. In der vergangenen Saison stellte Soldo nach nur einem Punkt aus den ersten fünf Saisonspielen von einem Vierer- auf ein Fünfer-Mittelfeld um. In diesem Jahr könnte das bereits am dritten Spieltag geschehen, was zudem den Charme hätte, dass Soldo einen Platz für Adam Matuschyk schaffte. Der Senkrechtstarter der vergangenen Saison könnte an Petits Seite vor die Abwehr rücken. „Wir haben schon sieben Gegentore kassiert. Das liegt nicht allein an den Innenverteidigern“, beschreibt Soldo. Lukas Podolski könnte dann hinter Novakovic auf der zentralen Offensivposition spielen, auf der Taner Yalcin beim 2:4 in Bremen einen sehr schweren Stand hatte. Theoretisch könnte Podolski aber auch für Jajalo auflaufen. Und wieder links spielen - auf der falschen Seite.



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