Von Markus Sievers, 10.09.10, 22:13h, aktualisiert 27.09.10, 13:54h
Der Verband LobbyControl, der den Einfluss der Wirtschaft auf die Politik kritisch beobachtet, rief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, die Vereinbarungen mit den vier Energieversorgern zu widerrufen. „Demokratische Entscheidungen müssen offen und unter Beteiligung aller getroffen werden“, sagte Heidi Klein von LobbyControl.
Die drei Oppositionsparteien kündigten Widerstand gegen den Atomvertrag an und drohten mit einer Klage gegen eine Laufzeitverlängerung ohne Beteiligung des Bundesrates. SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisierte, dass die Koalition auch den Bundestag umgehe. Er sprach von einem „politischen Skandal“ und einem „klaren Rechtsbruch“. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin warf der Regierung vor, sich der Atom-Lobby zu unterwerfen. Linksfraktionschef Gregor Gysi bot SPD und Grünen die Zusammenarbeit bei einer Klage gegen diese Politik an. Regierungssprecher Steffen Seibert wies die Kritik zurück. Das Abkommen stelle sicher, dass die Konzerne künftig 60 Prozent ihrer Gewinne abgeben müssten.
Lobbyisten: Unbeliebt, aber einflussreich
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Grafik: Deutschlands Atomkraftwerke
Basisdemokratie?
11.09.2010 | 11.08 Uhr | Colano Milonia
Das die Regierungen der letzten Jahrzehnte in Tendenz immer mehr die Interessen von Lobbyisten und die der öffentlichen Verwaltung vertreten, ist…
Gott sei dank,
10.09.2010 | 23.27 Uhr | drab
dass es T. Sarazin gab. Da konnte das gesamte akademische und politische Proletariat, oder heisst es Prekariat sich nach herzenslust austoben; und…
Wohin gehen eigentlich ver- oder altgediente Politiker:
10.09.2010 | 22.57 Uhr | StKarl
Na klar, in die Vorstände und Aufsichtsräte der Industrie - Pharma, Energie, Banken, Krankenkassen sind am beliebtesten. Das war doch schon immer so.…
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