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Oberst Klein

Opferanwalt entsetzt über höheren Sold

Von Markus Decker, 12.09.10, 22:28h

Der Befehlsgeber des Kundus-Luftschlages von September 2009 wechselt ins Bonner Verteidigungsministerium und erhält 600 Euro mehr Sold als bisher. Die SPD-Fraktion und der Anwalt der Hinterbliebenen kritisieren die Entscheidung.

Oberst Georg Klein
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Oberst Georg Klein. (Bild: dpa)
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Oberst Georg Klein. (Bild: dpa)
BERLIN - Oberst Georg Klein nach Informationen des „Spiegel“ vom Chef des Stabes der 13. Panzergrenadierdivision in Leipzig ins Verteidigungsministerium nach Bonn wechseln. Die neue Position sei mit einem um 600 Euro höheren Sold verbunden, allerdings nicht mit einer Beförderung zum Brigadegeneral, so das Ministerium.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, kritisierte die Entscheidung. „Die militärische und politische Führung handeln hier sehr populistisch gegenüber den Soldaten“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ an die Adresse von Generalinspekteur Volker Wieker und Verteidigungsminister zu Guttenberg. „Ich gönne dem Herrn Klein persönlich seinen Frieden und dass er wieder zur Ruhe kommt. Aber was er getan hat, war falsch. Und das muss auch klar gesagt werden. Da sehe ich Defizite beim Minister.“ In der Bundeswehr bestehe „das Risiko, dass viele dies falsch verstehen und am Ende auch noch meinen, der Einsatz wäre gut gewesen“. Der Anwalt der Hinterbliebenen des Bombardements, Karim Popal, erklärte: „Georg Klein ist in Afghanistan verhasst. Ihn jetzt zu befördern, ist ein Zeichen des Krieges gegen die afghanische Bevölkerung. Ich bin entsetzt.“

Im Frühjahr hatte die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen Klein eingestellt - unter anderem mit der Begründung, er habe alles getan, um Zivilisten zu schützen. Für Ende 2010 wird der Bericht des Kundus-Untersuchungsausschusses erwartet.



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