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Geldstrafe

So teuer ist Simsen am Steuer

Erstellt 01.09.10, 21:03h

Das Handyverbot am Steuer gilt auch für das Schreiben von Kurznachrichten. Alleine schon das Aufnehmen des Mobiltelefons ist strafbar. Zusastzprogramme zur Spracherkennung können Abhilfe schaffen.

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Alleine das Aufnehmen eines Handys ist verboten, Telefonieren ohnehin. (Bild: thinkstock)
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Alleine das Aufnehmen eines Handys ist verboten, Telefonieren ohnehin. (Bild: thinkstock)
Auch fürs „Simsen" am Steuer sind in Deutschland 40 Euro Bußgeld und ein Punkt auf dem Flensburger Konto fällig. Das Handyverbot in der Straßenverkehrsordnung (StVO) untersagt Autofahrern zwar nicht explizit, unterwegs Kurzmitteilungen zu tippen und zu lesen. „Es ist aber generell verboten, das Handy während der Fahrt in die Hand zu nehmen, um es zu benutzen. Das schließt das SMS-Schreiben ein", erklärte ADAC-Rechtsexperte Jost Kärger dem dpa-Themendienst.

Eine SMS in ein Mobiltelefon einzutippen, das vorschriftsmäßig in einer Halterung steckt, ist ebenfalls nicht erlaubt. Laut Kärger müssen Autofahrer die Straße im Blick behalten. Und das sei beim SMS-Schreiben nicht möglich. In den USA könnte das "Simsen" am Steuer künftig sogar explizit verboten werden. Mehrere Senatoren haben dort einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt.

Allerdings gibt es technische Lösungen, mit denen Autofahrer auf der sicheren Seite sind: Mit vielen Smartphones ist es möglich, sich Kurzmitteilungen vorlesen zu lassen. Diese Funktion nennt sich Text-to-Speech (TTS) und ist eigentlich als Hilfe für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen gedacht. Es gibt auch erste Spracherkennungs-Anwendungen, die das Diktieren von SMS ermöglichen.

Nokia bietet TTS für zahlreiche Modelle mit Symbian-Betriebssystem an. Entweder ist das Sprachpaket, das zur Wiedergabe des Display-Inhalts benötigt wird, schon installiert, oder es kann kostenlos heruntergeladen werden.

Bei Apple heißt die TTS-Funktion für das iPhone „VoiceOver“. Android-Betriebssysteme unterstützen TTS seit der Version 1.6. Im „Android-Market“ finden sich kostenlose Apps, die auf diese Schnittstelle zugreifen können, darunter „SayMyName“, das Anrufernamen und SMS vorliest.

Wer sein Smartphone für SMS und E-Mails auch zum Diktat bitten will, muss nach einer Spracherkennungs-App Ausschau halten. Diese sind noch vergleichsweise rar. Für iPad, iPhone und iPod Touch hat zum Beispiel der Anbieter Nuance die Anwendung "Dragon Dictation" entwickelt, die im App-Store vorerst kostenlos erhältlich ist. Allerdings muss die App mit dem Server des Anbieters kommunizieren. Das setzt eine WLAN-Verbindung oder eine Datenverbindung über Mobilfunk voraus, wodurch Kosten entstehen können. (dpa)



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