Von Nadine Hantke, 25.08.10, 17:59h, aktualisiert 25.08.10, 18:10h
Möglich wurde dies durch einen Wettbewerb der Bürgerstiftung Ehrenfeld. „Wir haben den Wettbewerb mit dem Ziel ausgeschrieben, den ganzen Spielplatz in einen Kunst- und Kulturraum zu verwandeln“, berichtet Hermann Jutkeit, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Die Wahl der Jury fiel auf Iven und Voigt, die sich gegen 28 Mitbewerber durchsetzten.
„Uns war wichtig, dass die Aktion Kinder und Jugendliche aktiv mit einbezieht und außerdem nachhaltig ist“, sagt Jutkeit. Nachhaltig sei die Wandbemalung allemal - sie werde jahrelang den Spielplatz schmücken. Umgesetzt wurde das Projekt innerhalb einer einwöchigen Ferienaktion, bei der sich alle Kinder der Umgebung beteiligen konnten.
„Täglich haben wir hier mit zehn bis 20 Mädchen und Jungen von fünf bis zwölf Jahren gemalt“, sagt Voigt. Die beiden Künstler haben die Figuren auf dem Gebäude des Offenen Spielplatztreffs skizziert und die Mädchen und Jungen durften mit Fassadenfarbe und Acryllack die Märchenfiguren ausmalen.
Feuerkünstler zum Finale
„Dass wir uns für das Thema Märchen entschieden hatten, fanden die Kinder toll“, sagt Voigt. Um das Fassadenbild noch abwechslungsreicher zu gestalten, gab es außerdem eine Kooperation mit dem Jugendfreizeitwerk Köln und deren Töpferei. Hier waren schon einige Wochen zuvor 3D-Elemente, etwa Pilze, Blumen und Schmetterlinge, getöpfert und bemalt worden. Diese wurden nun ebenfalls in das große Bild integriert. „Es hat sich alles gut zusammengefügt und sieht toll aus“, findet Barbara Deppner vom Jugendfreizeitwerk.
Vorgestellt wurde die Spielplatzbemalung mit einem großen Fest. Viele Familien aus dem Viertel nahmen die Einladung an und kamen in die Glasstraße, um das Kunstwerk aus nächster Nähe zu begutachten und einem bunten Musikprogramm zu lauschen. Mit Anbruch der Dämmerung setzte der Feuerkünstler „Alpha Light“ einen krönenden Abschluss.
Projekte wie dieses, so Hermann Jutkeit, seien auch in anderen Ehrenfelder Stadtteilen wünschenswert. „Diesen Wettbewerb haben wir auch ausgeschrieben, um uns der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt Angelika Ingendaay von der Bürgerstiftung. Um weitere Projekte auch in Neuehrenfeld, Ossendorf, Bickendorf, Bocklemünd, Mengenich oder Vogelsang durchzuführen, bedarf es jedoch finanzieller Mittel und tatkräftiger Unterstützung.
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