Von Marion Eickler, 25.08.10, 18:12h
Wie GAG-Sprecher Markus Thiele auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ darlegt, kann sich sein Unternehmen das Projekt schon vorstellen, allerdings knüpft die GAG Bedingungen daran. Thiele sagt: „Wir machen das gerne, in Verbindung mit Wohnungsbau. Aber einfach so - ohne Wohnungen - können wir kein Jugendzentrum bauen.“
Die Diskussion um ein neues Jugendzentrum für Weiden wird schon länger geführt. Seit das dortige Schulzentrum aus Sicherheitsgründen im Frühjahr 2009 von der Stadt eingezäunt worden war. Denn seitdem ist der Zugang zu dem bestehenden Jugendzentrum - es ist im Souterrain des Schulgebäudes untergebracht - vor allem gegen Abend außerordentlich erschwert.
Die Bezirksvertretung Lindenthal hatte sich daher bereits im Juni vergangenen Jahres einstimmig für den Neubau des Jugendzentrums ausgesprochen, um Schul- und Jugendzentrum ein für alle Mal von einander zu trennen. Diese Trennung und der Neubau werden nun forciert. Denn das aus den 70er Jahren stammende Schulzentrum bedarf einer grundlegenden Sanierung. Die Räume entsprechen nicht mehr den Anforderungen. Die bauliche Substanz ist mangelhaft. Während der Fachraum-Trakt an der Göttinger Straße erhalten, renoviert und modernisiert werden kann, soll das Schulhauptgebäude abgebrochen und neu gebaut werden, weil eine Gebäudesanierung teurer wäre, als der Neubau.
„Vor 2012, 2013 ist mit der Sanierung des Schulzentrums allerdings nicht zu rechnen. Wir gehen nach der Sommerpause erst in die Ausschreibung. Schon deshalb soll der Bau des Jugendzentrums vorgezogen werden“, sagt Michael Gräbener vom Schulverwaltungsamt der Stadt.
Drei Varianten schlägt die Verwaltung der Politik für die Erneuerung des Schulzentrums vor.
36 Wohnungen
Alle drei berücksichtigen den Neubau des Jugendzentrums, das im nordwestlichen Teil des heutigen Schulgrundstücks entstehen soll. Doch nur in der dritten Variante ist auch der zusätzliche Bau von Wohnungen berücksichtigt. Sie würden östlich des Jugendzentrums entlang der Ostlandstraße gebaut werden. 3600 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für insgesamt 36 Wohnungen sieht die städtische Planung derzeit vor. Damit könnte die GAG leben. Sie würde Wohnungen und Jugendzentrum bauen und das Jugendzentrum an die Jugendzentrums gGmbH vermieten.
Der Wohnungsbau allerdings macht Gräbener Bauchschmerzen. Denn das würde eine Verzögerung für den Bau des neuen Jugendzentrums bedeuten. „Dieses allein könnten wir mit einer Befreiung vom gültigen Bebauungsplan als laufendes Geschäft der Verwaltung realisieren. Das wäre kurzfristig machbar. Wenn da Wohnungsbau hinzukommt, sieht das anders aus“, so der Schulverwaltungsmann.
Jugend-Dezernentin Agnes Klein wirbt um ein Entgegenkommen der GAG: „Wir brauchen das Jugendzentrum in Weiden dringend und könnten mit dem Bau morgen beginnen, das geht aber nur, wenn das Thema Wohnungsbau zurück gestellt wird.“
Oh diese Verwaltung
03.09.2010 | 21.36 Uhr | sheng-fui
Hier in Weiden soll GEBAUT werden, in anderen Einrichtungen wird Personal gekürzt und eingespart, demnächst sollen sogar 2 Jugendeinrichtungen ganz…
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