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Geldfälscher

Der 16-Millionen-Dollar-Mann

Von Tim Stinauer, 28.08.10, 08:41h, aktualisiert 28.08.10, 11:44h

Der Kölner Hans-Jürgen Kuhl war Modedesigner, Porschefahrer, Millionär, Künstler und Geldfälscher. 2007 wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt. Porträt eines Lebens, das nie gewöhnlich war.

Geldfälscher Hans-Jürgen Kuhl
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Hans-Jürgen Kuhl war Millionär, Porschefahrer, Künstler und Geldfälscher. (Bild: Krasniqi)
Geldfälscher Hans-Jürgen Kuhl
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Hans-Jürgen Kuhl war Millionär, Porschefahrer, Künstler und Geldfälscher. (Bild: Krasniqi)
Köln - Die linke Gesichtshälfte im Staub, die rechte unter dem Kampfstiefel eines Elitepolizisten eingeklemmt, denkt Hans-Jürgen Kuhl: „Ja, Scheiße, das war’s jetzt wohl.“ Aus den Augenwinkeln sieht er, wie SEK-Beamte sein Atelier stürmen, die Maschinenpistolen im Anschlag. Andere umstellen das Gelände, zwei bewachen ihn, den grauhaarigen, hochgewachsenen, schlanken Mann, den 65 Jahre alten Künstler, den „kölschen Andy Warhol“, der nicht nur teure Bilder, sondern nebenbei auch 16,5 Millionen amerikanische Dollar gedruckt hat und der jetzt auf dem Bauch vor seinem Atelier im Dreck liegt. Es ist der 23. Mai 2007, kurz nach zwölf. Die Sonne strahlt.

Nach ein paar Minuten gibt der Einsatzleiter Entwarnung: Kuhl ist offenbar allein. Ein Beamter bietet ihm einen Stuhl an. „Jau, das wäre jetzt nicht schlecht“, antwortet der Künstler. Rappelt sich auf und nimmt Platz. Ein Polizist fühlt seinen Puls – nicht, dass der alte Herr vor lauter Aufregung noch kollabiert. Bevor man ihn zum Streifenwagen führt, blickt Hans-Jürgen Kuhl einem Beamten in das verspiegelte Visier des schwarzen Schutzhelms. Er grinst und sagt: „Gut gemacht, Jungs, mit 30 Mann habt ihr mich tatsächlich geschafft.“ Der Beamte reagiert nicht. Kein Lächeln, kein Kopfnicken. Nichts. „Der war eiskalt“, erinnert sich Kuhl, „wie ein Computermann.“

Noch heute, drei Jahre später, muss der Dollarfälscher lächeln, wenn er über den filmreifen Auftritt der Spezialeinheit spricht. Krumm sitzt der 68-Jährige auf einem lederbezogenen Designerstuhl in seinem neuen Atelier in Köln-Bickendorf. „Gucken Sie mich mal an“, sagt er, die langen Beine übereinandergeschlagen, die grauen Haare gescheitelt, kleine Augen hinter einer randlosen Brille. „Braucht man für so einen 30 Mann?“

Dutzende Observationsteams

Natürlich nicht, denkt man. Natürlich braucht man keine 30 Mann. Aber die Wahrheit ist: Die Polizei brauchte sehr viel mehr, um Hans-Jürgen Kuhl zu bezwingen. Blüten-Experten des Bundeskriminalamts (BKA) zum Beispiel, drei Dutzend Observationsteams, zwei verdeckte Ermittlerinnen, zwei Staatsanwälte, Agenten des amerikanischen Secret Service, acht Monate Zeit und eben 30 Polizisten in schusssicheren Westen, denn er hätte ja bei seiner Festnahme bewaffnet sein können.

Ein Gericht hat Hans-Jürgen Kuhl Ende 2007 zu sechs Jahren Haft verureilt. Er verbüßt seine Strafe im offenen Vollzug in der JVA Euskirchen. Ein Spitzenbeamter, der seinerzeit gegen Kuhl ermittelt hat, urteilt heute: „Der Kuhl ist kein Gangster im klassischen Sinn. Der ist ein Künstler, ein Intellektueller. Und die Scheine, die er nachgemacht hat, waren gut, supergut.“

Hans-Jürgen Kuhl, geboren 1941 in Köln, aufgewachsen in Braunsfeld, gilt als zweitbester Dollar-Fälscher der Welt, übertroffen angeblich nur von Nordkoreas irrem Diktator Kim Jong-Il. „Aber der investiert Millionen in diese Sache, bei mir war’s ja nur Kleingeld“, sagt Kuhl, und das klingt fast so, als wolle er sich rechtfertigen.

Sein Handy klingelt, hektisch fummelt er das Gerät aus der Hosentasche – es könnte die Gefängnisleitung sein. „Wenn ich nicht dran gehe, denkt Euskirchen noch, der Kuhl ist im Freibad.“ Dann wäre es Essig mit offenem Vollzug. Tagsüber darf der Freigänger das Gefängnis zwar für 15 Stunden verlassen, aber nur, um zu arbeiten. „Ich melde mich später“, nuschelt Kuhl in den Hörer und drückt das Gespräch weg. „Ein alter Kumpel“, erklärt er. „Euskirchen hat sogar mal einen Überraschungsbesuch hier im Atelier gemacht.“

Inzwischen vertraut man ihm. Wenn er sich an alle Regeln hält, und vieles spricht dafür, dann könnte er schon bald, nach der Hälfte der Strafe, wieder frei sein.

Aufgewachsen im Ganoven-Milieu

Die Geschichte des Hans-Jürgen Kuhl ist so unglaublich, dass der Kölner Schriftsteller Christoph Gottwald sie auf 349 Seiten aufgeschrieben hat. „Blütenträume“ heißt das Werk, das jetzt im DuMont Buchverlag erschienen ist. Gottwald nennt es eine „Gauner-Vita“. Denn sozialisiert wurde Hans-Jürgen Kuhl nicht in einer Künstlerfamilie oder auf Universitäten und Hochbegabten-Kollegs, sondern auf den Kölner Ringen im Ganovenmilieu der 60er und 70er Jahre.

Seine Kumpels waren keine aparten Kunstschöpfer, sondern Draufgänger wie Schäfers Nas und Dummse Tünn, kölsche Originale wie Druxes Pitter, Potato Mäc mit seinem Pommes-Büdchen am Dom und der Landwirt Klaus-Dieter Timmermann mit seiner Pudeldame „Fünzchen“.

Eigentlich hatte alles ganz harmlos angefangen, man könnte auch sagen: wohlbehütet. Kuhls Vater war Fabrikbesitzer, die Stiefmutter Hausfrau. Drei Söhne, drei Töchter, eine Villa am Stadtwald – eine wohlhabende, urkölsche Familie. Die Lehrer mochten Hans-Jürgen, aber er mochte die Schule nicht. Mit Ausnahme von Malen und Sport ließ sich der Achtjährige für wenig begeistern. Stattdessen entwickelte er ein Gespür für lukrative Geschäfte. Statt Hausaufgaben zu machen, zeichnete er wie besessen Disney-Figuren. Die Bilder verscherbelte seine Mutter für 40 Pfennig pro Stück an die Nachbarn.

Verlockungen des Nachtlebens

Mit zehn Jahren flog Hans-Jürgen nach nur drei Monaten vom Gymnasium Kreuzgasse. Er wechselte auf die Realschule und verfehlte die mittlere Reife. Ohne Schulabschluss in der Tasche trampte Kuhl erst mal durch Italien. Zurück in Köln zog er eine Lehrstelle als Fotokaufmann in einem angesehenen Geschäft an Land, und das offenbar nur, weil seine Schwester den Chef kannte.

Aber die Verlockungen des Nachtlebens waren größer. In der Berufsschule rügte der Lehrer Kuhls ständiges Gähnen, immer häufiger schwänzte der Lehrling den Unterricht, weil er erst nach Einbruch der Morgendämmerung ins Bett fiel. Und während seine Mitschüler im Unterricht saßen, träumte der Überlebenskünstler von den „legendären blitzschnellen Ohrfeigen“, mit denen Dummse Tünn sich in der Türsteherszene am Ring Respekt verschaffte.

Um die Fehlstunden vor seinem Chef zu verbergen, probierte Kuhl sich mit 18 Jahren zum ersten Mal an einer Fälschung: Er setzte die Unterschrift seines Klassenlehrers unter die Anwesenheitsliste im Lehrlingsheft. Das ging eine Weile gut, bis sein Chef den Pädagogen fragte, ob sein Schützling wohl die Prüfung bestehen würde. „Klar“, antwortete der Lehrer, „der Junge ist ja nicht blöd.“ Bloß mit welcher Note, das könne er beim besten Willen nicht einschätzen: „Der war ja nur dreimal da.“ Seine Gesellenprüfung bestand Kuhl mit „ausreichend“. Eine Weile verkaufte er noch ausrangierte Kameras, dann kehrte er der Fotobranche den Rücken.

Die Kölner Ringe genossen zu jener Zeit in der ganzen Bundesrepublik einen schillernden Ruf. Berühmt für ihre Nachtclubs, berüchtigt we-gen ihrer kampflustigen Unterweltgrößen. Kuhl hatte in der Szene den Spitznamen „De Duv“ – die Taube. Den Grund kann er heute selber nicht mehr so genau erklären. Von krummen Geschäften hielt er sich weitgehend fern, aber viele Männer, mit denen er verkehrte, waren Stammkunden bei der Polizei. Unvergessen bleibt Kuhl, wie ein Türke – genannt Mustafa, der Perser – den verdutzten Dummse Tünn einmal „ausgehebelt und sein Lausbubengesicht in einen Gullyrost gedrückt“ hat.

Kuhl, der Frauenschwarm

Auch bei den Frauen hinterließ der schlanke, gut aussehende Braunsfelder mächtig Eindruck. Kein Wunder, sei doch „Abjagen ohne Ende“ zu jener Zeit seine Lieblingsbeschäftigung gewesen, erzählt Kuhl. Sein bevorzugtes Beuteschema lässt sich mit „blond und üppig“ zusammenfassen. Um auf der Flaniermeile eine gute Figur abzugeben, schneiderte Kuhl seine Hemden eigenhändig um – Hauptsache eng anliegend. Das gefiel auch seinen Kumpels, und schon war eine neue Geschäftsidee geboren: Kuhl mietete ein Appartement am Ebertplatz, bearbeitete Army-Hemden mit Nadel und Schere und versorgte fortan die Ring-Szene mit seinen exklusiven Stoffen.

Für die Frauen schneiderte er ab Mitte der 60er Jahre Hotpants aus Leder. Die knappen Höschen wurden zum Verkaufsschlager. „De Duv“ sattelte um auf die Produktion von Lederjacken und nannte sein Modelabel „Paloma“ – spanisch für Taube. Er kaufte sich teure Autos, scheffelte seine erste Million und wurde zum „Star der Kölner Szene“, wie er sagt. Ein Leben zwischen Autorennen in Monte Carlo und LSD-Partys in Köln-Rodenkirchen.

„Ich wollte nur genug Geld verdienen, um mir meine Hobbys finanzieren zu können, zu denen sich das eine oder andere Näschen guten Kokains gesellt hatte.“ Und Frauen natürlich. „Als manierlich aussehender Modemacher mit Porsche, gutem Benehmen und tadellosem Sexualverhalten waren meine Chancen nicht schlecht.“

Mit den Jahren verlor Hans-Jürgen Kuhl die Lust am Modemachen. 1985 schuf er sein erstes Kunstwerk. Er schaute sich das berühmte „Flo-wers“-Motiv von Andy Warhol ab und brachte die Blumen als poppige Siebdruck-Bilder unter die Leute. Es folgten Motive von Marilyn Mon-roe über Beethoven bis zum Kölner Dom. „Ich benutzte zwar Warhols Technik und übernahm einige Motive von ihm, aber immer veränderte ich sie leicht.“

Begegnung mit Andy Warhol

Als ihn ein Galerist einmal auf einer Vernissage mit Andy Warhol zusammen brachte, wollte der weltberühmte Popart-Künstler wissen, woher der schlaksige Mann mit dem dichten schwarzen Schnurrbart und den dunklen Haaren stamme. Kuhl antwortete: „I’m from Brownsfield.“ Fragend blickte der Meister ihn an. „Is that in the North of Africa?“ Kuhl verneinte: „It’s in the West of Cologne.“ Warhol hob die Augenbrauen. „Is it sexy, that Brownsfield?“ Kuhl schüttelte den Kopf. „Not really.“

Vom Warholfälschen zum Dollarfälschen war der Schritt irgendwann nicht mehr groß. Ein Albaner namens Sinan, mit dem Kuhl sich regel-mäßig beim Italiener zu Nudeln und Espresso traf, schwadronierte, er hätte Kontakte, er könnte die falschen Dollars verkaufen, ein todsicheres Ding! Kuhl zögerte, aber Sinan drängte. Für zehn Millionen Blüten könnte er zwei Millionen echte Dollars locker machen, prahlte der Albaner. Irgendwann war es um Kuhl geschehen.

Angestachelt von einer Handvoll weiterer Kumpels aus der Halbwelt gingen künstlerischer Eifer und profane Geldgier eine fatale Verbindung ein. Während der nächsten Wochen recherchierte und experimentierte Kuhl. Er klebte und druckte, studierte und kopierte. „Jetzt wollte ich es wissen. Jetzt wollte ich es allen zeigen. Wenn schon falsch, dann richtig. Jetzt wollte ich die besten Dollars machen, die je ein Fälscher gemacht hatte.“

„Ich habe nicht schlecht gelebt

„Tja“, sagt Hans-Jürgen Kuhl in seinem Atelier in Bickendorf. Er fummelt eine Zigarette aus der Packung. So sei das alles gewesen damals. „Ich habe nicht schlecht gelebt.“ Das Handy liegt vor ihm auf dem schwarzen Holztisch. Euskirchen hat nicht angerufen. Kuhl steht auf. „Wenn Sie wollen“, sagt er, „zeige ich Ihnen den Container, wo wir die Blüten versteckt hatten.“ Vor seinem Atelier steht jetzt ein Golf IV, Automatik, über 100.000 Kilometer gelaufen. Kein Porsche mehr. Kuhl hebt die Schultern und lässt sie wieder sinken. „Es läuft im Moment nicht gut mit der Kunst.“

Nach fünf Minuten Fahrt geht es durch eine schmale Zufahrt auf einen Hinterhof an der Rochusstraße, gleich hinter McDonald’s. „Och“, entfährt es Kuhl, „was ist denn das? Der Container ist weg.“ Dicht an dicht reihen sich Dutzende schmale, mannshohe Mietcontainer aneinander. Nur dort, wo das BKA vor drei Jahren etwa sieben Millionen Blüten fand, klafft eine Lücke. „Hat sich vielleicht jemand als Souvenir gesichert, das Ding“, vermutet Kuhl. „Na ja.“

16,5 Millionen falsche US-Dollar stellte die Polizei damals sicher, sieben davon lagerten im Container, abgepackt in Umzugskartons von Obi, verschnürt mit Lassoband. „Davon waren drei bis fünf Millionen so richtig gut“, sagt Kuhl. Mit den weitaus meisten Scheinen war er allerdings so unzufrieden, dass er sie im Schredder versenkte. Bogen für Bogen habe er vernichtet. „Eine furchtbare Arbeit war das.“ 50 oder 60 Müllsäcke fuhr Kuhl zur Müllkippe nach Ossendorf.

Am Ende sparte er sich das langwierige Schreddern, schnitt die Papierbögen mit den Fehldrucken nur noch in grobe Streifen. „Ich hatte keine Lust mehr, und das war mein Fehler“, weiß der 68-Jährige heute. Am 25. September 2006 sticht ein Müllsortierer einen der Plastiksäcke versehentlich auf. Der Beutel platzt, die Dollars kommen zum Vorschein, der Müllmann ruft die Polizei.

Der Anfang vom Ende

Unter all den Schnipseln entdecken die Beamten auch ein zerrissenes Briefkuvert von der Axa-Versicherung, adressiert an Hans-Jürgen Kuhl, Donatusstraße 158, Köln-Widdersdorf. Der Anfang vom Ende.

Die Ermittler zapfen Kuhls Telefone an. Sie bewachen ihn rund um die Uhr. Filmen ihn heimlich, überprüfen seine Kontaktpersonen. Sie wollen an die Hintermänner ran. Wer sind die Abnehmer? Wer hat ihm den Auftrag gegeben? Doch nach acht Monaten wundern sich die Beam-ten: Es scheint keine Abnehmer zu geben. Auch keinen Auftraggeber. Kuhl hat sich inzwischen längst wieder der Kunst zugewandt, produziert hochwertige Oldtimer-Gemälde und verdient gut daran.

Sinans angebliche Kontakte haben sich als Märchen entpuppt. „Die Dollars hatte ich im Container verstaut, ich hatte die schon fast vergessen“, erzählt Kuhl.

Das BKA setzt zwei verdeckte Ermittlerinnen auf den „kölschen Warhol“ an. Die jungen Frauen umgarnen den älteren Herrn, schwärmen von seiner Kunst, sie täuschen ihn perfekt. Eine der smarten Damen nennt sich Susanne Wagental, eine scheinbar einflussreiche Mitarbeiterin einer großen Eventagentur. Anfangs interessiert sie sich für Kuhls Kunst, plötzlich spricht sie über Dollarblüten.

Welch ein Zufall, denkt Hans-Jürgen Kuhl, habe ich doch ein paar Millionen davon in meinem Container. Wagental kann ihr Glück scheinbar kaum fassen, sie bietet 550.000 Euro für sechs Millionen Dollar. Als Übergabetermin vereinbart man den 23. Mai 2007, zwölf Uhr. Ein sonniger Tag.

„Kundin“ war von der Polizei

„Im Strafprozess hat Herr Kuhl eine großartige Aussage gemacht“, erinnert sich der Kölner Oberstaatsanwalt Egbert Bülles, der 2007 die Anklage vor Gericht vertreten hat. „Er sagte, er hätte irgendwie geahnt, dass mit der vermeintlichen Kundin etwas nicht stimmt, dass sie von der Polizei sein könnte. Als ich fragte, wieso, antwortete er: Die war immer so ärmlich angezogen, trug immer dieselben Kostüme. Mehr dürfe man von einer Beamtin wohl nicht erwarten.“

Zurück in seinem Atelier in Bickendorf schlägt Kuhl einen Katalog auf. „Meine Zukunft“, sagt er und tippt mit dem Zeigefinger auf ein Foto. „Daran arbeite ich gerade.“ Man sieht eine Handtasche, bedruckt mit den berühmten Warhol-Flowers. Schon wieder Blüten. Kuhl lächelt. Er hofft einmal mehr auf ein gutes Geschäft. Aber alles im Rahmen der Gesetze. Das hat er dem Oberstaatsanwalt in die Hand versprochen. „Ich wünsche es ihm“, sagt Bülles.

Was der 1997 verstorbene Schäfers Nas wohl zu der ganzen Geschichte sagen würde? Kuhl zieht an seiner Zigarette. „Jot“, antwortet er nach einer Pause. „»Jot jemaht«, würde er sagen. Und wahrscheinlich so was wie: »Ävver Minsch Jung, woröm has do dich dann erwische losse?«“



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