Von Stefan Sauer, 27.08.10, 15:55h, aktualisiert 27.08.10, 21:55h
„Ich schätze, dass höchstens 30 Prozent der 2100 deutschen Krankenhäuser das Hygieneproblem angemessen ernst nehmen“, so Schrappe, der auch dem Sachverständigenrat für das Gesundheitswesen angehört. In vielen Kliniken werde Hygiene nicht als zentraler Bestandteil der ärztlichen und pflegerischen Berufsausübung begriffen. „Ich hatte schon mit Chefärzten zu tun, die ganz offen zu verstehen gaben, dass sie die Desinfektion der Hände für überflüssig halten. Die Botschaft an Assistenzärzte und Pflegpersonal lautet: Was ihr in der Ausbildung über Hygiene gelernt habt, müsst ihr nicht so ernst nehmen“, klagte der Wissenschaftler.
Infektionsraten sind unterschiedlich
Zwingend erforderlich sei daher eine verlässliche und überprüfbare Erfassung sämtlicher Krankenhausinfektionen und eine Veröffentlichung der Daten. „Die Patienten haben ein Recht darauf, zu erfahren, wie hoch die Infektionsraten in den einzelnen Kliniken, in den Fachabteilungen und bei bestimmten Operationen sind.“ Diese Angaben müssten veröffentlicht werden, notfalls durch gesetzliche Bestimmungen.
„Studien haben gezeigt, dass interne und externe Veröffentlichungen von Qualitätsberichten einen sehr positiven Effekt haben.“ Mindestens 5000 Todesfälle könnten jährlich vermieden werden, wenn die Hygieneregeln eingehalten würden, schätzt Schrappe. „Man stelle sich vor, an der Schweinegrippe wären 5000 Menschen in Deutschland gestorben, da wären vermutlich ganze Großstädte unter Quarantäne gestellt worden.“
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Falsche Schlußfolgerung
28.08.2010 | 18.44 Uhr | Palermo
Wenn ein Chefarzt Händedesinfektion für überflüssig hält, bedeutet dies für die Pflege noch lange nicht das dies überflüssig ist.
Für mich als…
5000 vermeidbare Todesfälle
27.08.2010 | 17.25 Uhr | Hilfskraft
es wird, wir werden zu Tode gespart.
Die Niederlande machen es vor.
Kostet!
Aber, das ist es hier nicht wert.
Hier ist ein Mensch gar nichts mehr…
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