Von Rainer Nonnenmann, 30.08.10, 19:08h, aktualisiert 30.08.10, 21:02h
Bis zu seiner Emeritierung 2007 unterwies Humpert mehrere Generationen in der Technik und Ästhetik der Elektronischen Musik. Zusammen mit dem Toningenieur Marcel Schmidt betreute er zahllose Übungsarbeiten und mehr als zweihundert elektronische Werke von etwa siebzig zumeist jungen Komponisten aus etwa zwanzig Ländern, darunter so verschiedene Künstler wie Johannes Kalitzke, Marcus Schmickler, Flo Menezes, Harald Muenz und Timo Ruttkamp. In einer von Michael Beil, Humperts Nachfolger an der Hochschule, initiierten Video-Dokumentation über das Studio für Elektronische Musik des WDR kam er 2009 als gewichtiger Zeitzeuge noch ausgiebig zu Wort. Neben Elektronischer Musik, Klavier- und Kammermusik schuf Humpert mehrere Hörspiele, darunter als späte Früchte seines Germanistikstudiums einige über Zentralfiguren der deutschen Romantik wie Adalbert Stifter, Bettina von Arnim oder Novalis. Im Mai hatte die Kölner Gesellschaft für Neue Musik ihren Gründungsvorstand noch anlässlich von dessen bevorstehendem 70. Geburtstag im Oktober mit einem Porträtkonzert gewürdigt. Zuletzt arbeitete Humpert im WDR an einem „Requiem für Heinrich Heine“. In der Nacht vom 29. August ist er einem Krebsleiden erlegen. Zu seinem Gedenken sendet WDR 3 am 8. Oktober seine ebenso instruktive wie humorvolle „Kleine Geschichte der elektronischen Musik“
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