Eine Studie hat ergeben, dass die Multiple Sklerose abhängig von der Jahreszeit ist. (Bild: dpa)
Eine Studie hat ergeben, dass die Multiple Sklerose abhängig von der Jahreszeit ist. (Bild: dpa)
DÜSSELDORF - Zwischen März und August kann die Multiple
Sklerose (MS) bei Betroffenen schlimmer sein als in den anderen
Monaten des Jahres. Das haben nun US-Ärzte in einer Studie belegt.
Hierfür haben sie die Gehirnscans von 44 zu diesem Zeitpunkt
unbehandelten MS-Patienten untersucht. Wie die Experten im
Fachmagazin "Neurology" berichten, sind im Frühling und Sommer
zwei- bis dreimal mehr Bereiche mit Hirnschäden zu verzeichnen als
während der kühlen Jahreszeiten. Laut den Ärzten lassen Wärme und
vermehrte Sonneneinstrahlung die Krankheit aktiver werden. Regen
hat dagegen keinen Einfluss auf die MS-Aktivität. Weitere
Untersuchungen sollen nun klären, warum und wie die Umwelteinflüsse
sich auf die Erkrankung auswirken.
Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des
zentralen Nervensystems. In der weißen Substanz des Gehirns und im
Rückenmark treten an verschiedenen Stellen kleine Entzündungsherde
auf. Die Krankheit verläuft in Schüben. Bisher haben Mediziner
nicht klären können, wodurch MS verursacht wird. (sid)