Erstellt 31.08.10, 13:31h
Pneumokokken kommen bei jedem zehnten Erwachsenen und bei jedem zweiten Kind im Nasen-Rachen-Raum vor. Übertragen werden Pneumokokken durch kleinste Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen (Tröpfcheninfektion). Das Immunsystem hält die Keime normalerweise in Schach, so dass sie keine Erkrankungen verursachen. Doch ist die körpereigene Abwehr geschwächt, können Pneumokokken-Infektionen zu schweren Erkrankungen führen. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland circa 12 000 Menschen an den Folgen einer durch diese Bakterien hervorgerufenen Infektion.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die Impfung gegen Pneumokokken-Erkrankungen für alle Menschen, die älter als 60 Jahre sind. Außerdem sollten gemäß diesen Experten Säuglinge und Kleinkinder zwischen zwei und 23 Monate, Kinder über zwei Jahre, Jungendliche und Erwachsene mit chronischen Erkrankungen sowie alle Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung geimpft werden. Die Schutzimpfung ist das ganze Jahr sinnvoll, vor saisonalen Grippewellen ist sie besonders angeraten. Denn gerade eine Grippe kann den Körper schwächen, so dass er anfälliger für Begleitinfektionen wie beispielsweise eine Lungenentzündung wird. In vielen Fällen übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für die Schutzimpfung. (sid)
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