Erstellt 01.09.10, 16:02h, aktualisiert 01.09.10, 18:09h
Hintergrund sind Meinungsverschiedenheiten zwischen den Organisatoren. Das Berliner Haus der Kulturen der Welt, in dem die Vorstellung von Sarrazins Buch "Deutschland schafft sich ab" am 25. September stattfinden sollte, hatte darauf bestanden, dem umstrittenen Autor einen kritischen Gesprächspartner entgegenzusetzen. Schreiber sagte, er habe den als Interviewpartner geladenen kritischen Journalisten für ausreichend befunden.
Buchpräsentation soll verlegt werden
Nun gebe es Überlegungen, die geplante Buchvorstellung vor oder nach dem Festival (15. bis 25. September) zu machen. Veranstalter werde dann nicht das Festival, sondern die Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik sein. Die Stiftung gehört zu den Trägern des Festivals, Schreiber ist ihr Vorstand.
Thematischer Schwerpunkt des Literaturfestes ist dieses Jahr Osteuropa. Insgesamt geben in den elf Tagen mehr als 270 Autoren aus 65 Ländern einen Einblick in neue Entwicklungen der Weltliteratur. Erstmals erwartet wird der bisher mit einem Ausreiseverbot belegte chinesische Autor Liao Yiwu. Er habe nach seinem Visum von den chinesischen Behörden auch die notwendige Reiseerlaubnis erhalten, sagte Schreiber erneut. "Wenn alles gut geht, kommt er am 15. September in Frankfurt und dann auch in Berlin an."
Im Programm "Literaturen der Welt" stellen sich unter anderem auch die Autoren Leanne Shapton (Kanada), Rana Dasgupta (Großbritannien/Indien) und Javad Khavari (Afghanistan) vor. Aus Deutschland sind etwa Durs Grünbein, Alexander Osang, Elisabeth Plessen und Hans Joachim Schädlich vertreten.
Weitere Programmreihen sind der Kinder- und Jugendliteratur, aktuellen gesellschaftspolitischen Themen und der Erinnerung an verstorbene Schriftsteller gewidmet. "Ich überlege, Thilo Sarrazin aufzunehmen, weil seine Veranstaltung gestorben ist", sagte der verantwortliche Lektor Hartmut Diekmann.
Das Literaturfestival findet dieses Jahr zum 10. Mal statt. Träger sind neben der Peter-Weiss-Stiftung die Berliner Festspiele in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt. Das Festival steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Unesco-Kommission, finanziert wird es vor allem aus dem Hauptstadtkulturfonds. (dpa)
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Demokratie?
02.09.2010 | 09.44 Uhr | fools hall of fame
So ist das in einer repressiven Demokratie, wer unangenehme Wahrheiten verbreitet wird gemobbt bis der Arzt kommt! Man könnte meinen sie hätten alle…
Klartext!
02.09.2010 | 06.59 Uhr | ggband
Sarrazin " absägen" bzw. auszuladen ( was ja zu dem ganzen Prozedere gehört ) heißt nichts anderes, als ihn mundtot machen zu wollenen. Ob er jemand…
Volksherrschaft
02.09.2010 | 00.42 Uhr | Saubär
Genau das bedeutet das Wort "Demokratie".
Das Volk stimmt Herrn Sarrazin zu.
Und trotzdem soll Sarrazin nicht vorlesen dürfen?
Das Volk will, dass…
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