Erstellt 02.09.10, 09:02h, aktualisiert 02.09.10, 11:01h
Das 99 Dollar teure Gerät hat die Größe eines Eishockeypucks und soll es Nutzern ermöglichen, gegen eine Gebühr TV-Serien und Filme auszuleihen. Dazu hat Apple auch eine Vereinbarung mit der Internetvideothek Netflix sowie den US-Fernsehsendern ABC und Fox abgeschlossen. Verträge mit weiteren Sendern sollen Jobs zufolge folgen.
Experten zeigten sich zwar nicht besonders überwältigt, erklärten jedoch, dies könne ein Schritt hin zu einem umfangreicheren Angebot sein. Auf dem Markt versuchen auch andere Technologie-Riesen wie Google, Microsoft und Amazon Fuß zu fassen.
Für Liebhaber von stylischen Apple-Geräten dürfte aber eine andere Innovation mehr von Bedeutung sein: Apple hat den Musikspieler iPod überarbeitet. Zu der Linie gehört ein iPod Touch, der mit Kameras auf der Vorder- und Rückseite ausgestattet ist. Die Kameras ermöglichen es dem Nutzer, via Drahtlos-Netzwerk Video-Gespräche mit anderen Nutzern eines iPod Touch oder des Apple-Telefons iPhone zu führen. Dabei kommt ein Apple-Programm namens „Face Time“ zur Anwendung.
„Die größte Veränderung überhaupt“
Das Gerät hat entgegen der Erwartungen keine neue, dem iPhone 4 angepasste Optik erhalten. Das Gehäuse ist noch ein bisschen schmaler geworden. Der Touch soll in der Acht-Gigabyte-Variante 229 Dollar kosten. Für das Modell mit 32 Gigabyte-Speicherplatz wurde ein Preis von 299 Dollar angesetzt, für das 64 Gigabyte-Modell 399 Dollar.
Der neue iPod Touch sei „die größte Veränderung überhaupt in der iPod-Serie" und sei Teil der „stärksten neuen Palette von iPods, die wir je hatten“, sagte Jobs bei der Präsentation im Kunstzentrum Yerba Buena.
Die kleinere Variante des Apple-Musikspielers mit Display, der iPod Nano, soll ab 149 Dollar zu haben sein. Die beiden Bedienungsknöpfe sind weggefallen, dafür hat der Nano nun ein Touchscreen und sieht jetzt aus wie eine Miniversion des iPads. Wer das kleine 1,5-Zoll-Display mit seinen Fingern bedienen möchte, darf angesichts der Größe aber nicht ungeschickt sein. Steve Jobs hatte bei der Präsentation übrigens auch so seine Probleme damit. (afp/tis)
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