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GutenMorgenKöln

„Einmal einen Ironman gewinnen“

Erstellt 02.09.10, 14:53h, aktualisiert 03.09.10, 18:24h

Für den Kölner Till Schramm ist das Cologne Triathlon-Wochenende ein Höhepunkt der Saison. Diesmal soll es besser klappen, als im vergangenen Jahr. Da warf ihn eine Zeitstrafe weit zurück. Ziel bleibt der Ironman-Gewinn.

Till Schramm
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Till Schramm (25). (Bild: Archiv)
Till Schramm
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Till Schramm (25). (Bild: Archiv)
Am Sonntag starten Sie beim Triathlon in Köln über die Langdistanz (Cologne226 3,8-180-42,2 km). Was haben Sie sich vorgenommen?

Till Schramm: Ich möchte mein eigenes Rennen machen, ohne dabei aber die Konkurrenz aus den Augen zu verlieren. Ich werde nicht den Fehler machen und zu früh zu viel riskieren. Die Form stimmt und ich bin optimistisch dass ich meine Ziele auch umsetzen kann.

Im letzten Jahr lief es in Köln nicht nach Plan. Sie bekamen eine Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens. Sitzt dieser Stachel noch tief?

Schramm: Damals habe ich rund zehn Minuten durch die Strafe verloren. Das wurmt einen natürlich. Man blickt zurück und weiß ganz genau, was alles möglich gewesen wäre. Ich habe jetzt hart gearbeitet und möchte natürlich zeigen, dass ich auch mit fairen Mitteln eine gut Leistung bringen kann.

War die Strafe damals gerechtfertigt?

Schramm: In der Nachbetrachtung war es sicherlich nicht komplett falsch. Dennoch ist es im Triathlon nicht anders als beim Fußball. Es gibt Schiedsrichter die Entscheidungen treffen und über diese lässt sich immer diskutieren. Manche Strafen resultieren häufig aus Momentaufnahmen und werden getroffen ohne sich ein Bild der Gesamtsituation zu verschaffen.

Sie sind in dieser Saison bereits zweimal über die Langdistanz an den Start gegangen. Mitte Juli in Roth und nur eine Woche später in Zürich. Ist das nicht etwas zu viel des Guten?

Schramm: Ich mache Rennen, wenn ich mich fit fühle. Ich habe seit Juli bei verschiedenen Wettkämpfen gezeigt, dass es funktioniert. Drei Tage nach der Langdistanz in Zürich bin ich wieder ins Training eingestiegen und hatte kaum Probleme. Die Vorbereitung auf Köln ist gut gelaufen. Solange ich mich fit fühle werde ich auch bei Rennen an den Start gehen, wenn das bis ins nächste Jahr so geht, habe ich kein Problem damit.

Ist die Langdistanz in Köln jetzt eine gute Chance auch mal ganz vorne mitzumischen?

Schramm: Alles ist möglich. Die Topathleten die in Köln am Start sind, kommen eher aus der zweiten Reihe. Die sind alle erfahren und schnell, aber in der absoluten Spitze mischt da niemand mit. Das macht den Wettkampf umso interessanter für mich. Dadurch habe ich mehr Möglichkeiten.

Mit 25 Jahren gehören Sie in dieser Disziplin noch zu den Jungspunden. Was wollen Sie in den nächsten Jahren über die Langdistanz erreichen?

Schramm: Bei mir funktioniert es nicht, sich verbissen nur auf ein Rennen vorzubereiten. Mein Ziel ist es, möglichst viele Wettkämpfe zu absolvieren, Erfahrungen zu sammeln, auch im Hinblick auf eine Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. In ferner Zukunft möchte ich natürlich gerne einmal ein Ironman-Rennen gewinnen. Bis dahin habe ich aber noch ein paar Jahre Zeit. Mal sehen, ob es klappt. Auf diesem Weg unterstützt Sie seit knapp eineinhalb Jahren ihr Trainer Jürgen Zäck. In Ihrem Sport hat er den Status einer Legende.

Wie profitieren Sie von der Erfahrung eines ehemaligen Weltklasseathleten?

Schramm: Es ist ein Geschenk mit Jürgen Zäck als Mensch zusammenarbeiten zu dürfen. Er ist einer der wichtigsten Personen in meinem Umfeld, hält mir den Rücken frei. Er hat viel Erfahrung, bildet sich ständig weiter und ist immer offen für Neues. Mittlerweile können wir uns gegenseitig sehr gut einschätzen. Ich profitiere von ihm in allen Bereichen. Auf dem Rad bin ich viel stärker geworden, auch beim Laufen habe ich mich verbessert. Mit dem Schwimmen bin ich auch zufrieden, um ganz vorne mitmischen zu können, muss ich da aber noch etwas zulegen.

Das Gespräch führte Tim Oehler



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