Schriftgröße

Diego tritt nach

Schwere Vorwürfe gegen Juventus

Erstellt 02.09.10, 13:37h, aktualisiert 02.09.10, 13:40h

Die Rückkehr in die Bundesliga muss für Diego ein Befreiungsschlag sein. Der Brasilianer fühlt sich von Juventus Turin verraten und tritt gegen seinen Ex-Klub nach. Besonders Trainer Luigi Delneri wird vom Spielmacher scharf kritisiert.

Diego
Bild vergrößern
Diego im Dress vom VfL Woflsburg. (Bild: ddp)
Diego
Bild verkleinern
Diego im Dress vom VfL Woflsburg. (Bild: ddp)
WOLFSBURG - Mittelfeldstar Diego vom Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hat schwere Vorwürfe in Richtung seines Ex-Arbeitgebers Juventus Turin erhoben. Der brasilianische Spielmacher fühlt sich von der "alten Dame" verraten. Coach Luigi Delneri habe ihm versichert, dass er ein Eckpfeiler der neuen Mannschaft sei, kurz daraufhin sei er aber verkauft worden.

"Sportdirektor Giuseppe Marotta hat im Schatten gearbeitet, um mich zu verkaufen. Er will nur Italiener im Kader haben, doch das ist ein falscher Weg. Große Mannschaften baut man mit Topspielern auf, man berücksichtigt dabei nicht die Staatsangehörigkeit", sagte Diego im Interview mit der Gazzetta dello Sport.

Juve habe Fehler beim Kauf neuer Spieler gemacht. Diego: "Der Verein hat viele gute Kicker, aber kein Ass gekauft. Der neue Direktor hat wahrscheinlich noch nicht begriffen, was es bedeutet, an Juves Spitze zu stehen. Er hat im Grund niemals mit Topklubs gearbeitet."

Sein Verkauf sei für Juventus ein großer finanzieller Verlust gewesen. "Wenn Marotta anders gehandelt und wir gemeinsam am Transfer gearbeitet hätten, hätte Juve viele Millionen mehr als die 15 Millionen kassiert, die Wolfsburg gezahlt hat. So hat Juventus viel Geld verschwendet, ein Berg von Geld", äußerte der Ex-Bremer, der am vergangenen Samstag beim 3:4 der "Wölfe" gegen den FSV Mainz 05 bei seinem Bundesliga-Comeback gleich ein Tor erzielt hatte. Trotz einer 3:0-Führung verloren die Niedersachsen aber das Heimspiel gegen die Rheinhessen.

Diego sagte im Interview, er bedauere die Trennung vom italienischen Rekordmeister: "Ich war auf das schwarz-weiße Trikot stolz. Ich hatte nach einer schwierigen Saison Lust auf Revanche. Wir haben ein schlechtes Jahr erlebt, und wir sind alle dafür schuld. Der Verein suchte nach einem neuen Stil, doch zwei, oder drei Spieler waren damit nicht einverstanden. Der Trainer wechselte die Taktik in jedem Spiel", sagte Diego. (sid)



Den Kölner Stadt-Anzeiger im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Kölner Stadt-Anzeiger zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bundesliga Liveticker


Bildergalerie


Quiz


Aktion


Hintergrund


Hintergrund




Regionalsport AKTUELL


Top-Links (Anzeige)



Dienste