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Sprengstoff-Fund

Polizei verbietet Neonazi-Demo

Erstellt 02.09.10, 15:09h, aktualisiert 02.09.10, 15:12h

In Dortmund hat die Polizei eine Neonazi-Demonstration verboten. Grund dafür ist der Fund von "hochgefährlichen Sprengsätzen" bei einem Aachener. Dieser soll in Kontakt zu den Autonomen Nationalisten stehen, die die Demonstration angemeldet haben.

Neonazi-Demo
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Neonazis dürfen am Samstag nicht in Dortmund demonstrieren.(Symbolbild: dpa)
Neonazi-Demo
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Neonazis dürfen am Samstag nicht in Dortmund demonstrieren.(Symbolbild: dpa)
Dortmund - Der Dortmunder Polizeipräsident Hans Schulze hat eine für Samstag angekündigte Neonazi-Demonstration verboten. Anlass sei der Fund von "hochgefährlichen Sprengsätzen" bei einem rechtsextremen jungen Mann aus Aachen, der in den vergangenen Tagen in Dortmund gewesen sei und auch in engem Kontakt zu den Anmeldern der Demonstration stehe, erklärte Schulze am Donnerstag. Der Mann sei in der vergangenen Woche auch an einem Überfall von Rechtsextremen auf eine linke Szenekneipe in Dortmund beteiligt gewesen.

Die "Autonomen Nationalisten" wollten aus Anlass des Antikriegstages am Samstag durch Dortmund marschieren. Nach Angaben des NRW-Verfassungsschutzes sind die Aktivisten dieser Gruppierung der Neonazi-Szene zuzurechnen und latent gewaltbereit.

Der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau (SPD) begrüßte die Entscheidung der Polizei. Der Sprengstofffund zeige das hohe Gewaltpotenzial in der rechten Szene. Die geplanten Gegenveranstaltungen sollten aber unverändert stattfinden, kündigte Sierau an. Unter dem Motto "Bunt statt braun" will ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Verbänden am Samstag gegen Rechtsextremismus auf die Straße gehen. Auf der Kundgebung sollen NRW-Sozialminister Guntram Schneider (SPD), Grünen-Chefin Claudia Roth und der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, sprechen. (epd)



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