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Leitungsschäden

Baustopp für Bayers CO-Pipeline

Erstellt 02.09.10, 17:39h

Die Düsseldorfer Bezirksregierung hat den Bau der umstrittenen Kohlenmonoxid-Leitung zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen vorerst gestoppt. Grund sind Schäden an der Isolierung, die an drei Stellen entdeckt wurden.

(Bild: Ralf Krieger)
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Protest gegen Bayers CO-Pipeline. (Bild: Ralf Krieger)
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Protest gegen Bayers CO-Pipeline. (Bild: Ralf Krieger)
DÜSSELDORF - Die Düsseldorfer Bezirksregierung hat den Bau der umstrittenen CO-Pipeline zwischen Dormagen und Krefeld-Uerdingen wegen Schäden an der Isolierung vorerst gestoppt. Der Chemiekonzern Bayer, der die Kohlenmonoxid-Pipeline betreiben will, müsse erst einen ausführlichen Fragenkatalog zu den Schäden beantworten, bevor die Arbeiten weitergehen dürften, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung am Donnerstag.

An drei Stellen in Langenfeld, Monheim und Hilden sei die Isolierung beschädigt, bestätigte ein Bayer-Sprecher. Zwei weitere Stellen in Langenfeld würden noch geprüft. Die Arbeiten seien aber planmäßiger Teil des Pipeline-Baus. Die Defekte waren entdeckt worden, als Bayer in den vergangenen Tagen die Kunststoff-Isolierung zum Korrosionsschutz der Pipeline untersucht hatte.

Pipeline soll Krefeld und Dormagen verbinden

Mit der rund 67 Kilometer langen Rohrverbindung will Bayer hochgiftiges Kohlenmonoxid vom Standort in Dormagen zum Standort in Krefeld-Uerdingen transportieren, wo es zur Kunststoffproduktion gebraucht wird. Der Bau war 2007 begonnen worden. Ende vergangenen Jahres wurden die letzten Rohre verlegt. Mehrere Bürgerinitiativen protestieren seit Bekanntwerden der Pläne vehement gegen die Pipeline. Aufgrund eines Gerichtsverfahrens ist zur Zeit noch unklar, ob die Rohrverbindung in Betrieb genommen werden kann.

Für die Grünen-Fraktion im Landtag ist der vorläufige Baustopp "konsequent und richtig". "Dem Gesundheitsschutz für die Bevölkerung ist insbesondere bei Risikotechnologien absolute Priorität einzuräumen", sagte der umweltpolitische Sprecher Hans Christian Markert. Die Grünen würden zu den neuerlichen Vorkommnissen im Fachausschuss einen Bericht der Landesregierung einfordern. (dpa, ddp)



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