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Wieder Zwischenfall

Ölplattform vor US-Küste explodiert

Erstellt 02.09.10, 18:11h, aktualisiert 02.09.10, 23:26h

Im Golf von Mexiko ist eine Erdölplattform explodiert und in Flammen aufgegangen. Auf der Bohrinsel waren 13 Arbeiter beschäftigt, es gibt mindestens einen Verletzten. Laut Küstenwache ist Öl ausgelaufen; dies dementiert der Betreiber.

Bohrinsel im Golf von Mexiko
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Wieder ist im Golf von Mexiko eine Bohrinsel explodiert und in Flammen aufgegangen. (Bild: dpa)
Bohrinsel im Golf von Mexiko
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Wieder ist im Golf von Mexiko eine Bohrinsel explodiert und in Flammen aufgegangen. (Bild: dpa)
Im Golf von Mexiko ist am Donnerstag eine Erdölplattform explodiert und in Flammen aufgegangen. Das berichtete die US-Küstenwache. Auf der Bohrinsel seien 13 Arbeiter beschäftigt gewesen, sagte der Sprecher der US-Küstenwache, John Edwards, dem Nachrichtensender CNN. Neun Hubschrauber und vier Schiffe der Küstenwache seien zur Unglücksstelle unterwegs. Mindestens einer der Arbeiter sei verletzt worden. An der Unglücksstelle treibe ein anderthalb Kilometer langer Ölschleier im Meer.

Die Küstenwache stützte ihre Angaben über den Ölschleier im Wasser auf Aussagen von Mitarbeitern der Plattform. Dagegen hatte ein Sprecher von Mariner Energy, Patrick Cassidy, dem US-Sender CNN zuvor gesagt, bei einem ersten Flug über der Unglücksstelle sei zunächst keine Verschmutzung entdeckt worden; alles scheine eingedämmt. Anders als die "Deepwater Horizon", die in rund 1500 Metern Öl förderte, steht die neue Unglücksplattform in Gewässern, die nur rund hundert Meter tief sind. Der Unfall ereignete sich laut CNN etwa 140 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Louisiana.

Teile der Bohrinsel, die zum Konzern Mariner Energy gehört, standen laut Angaben des Sprechers in Flammen. Laut Küstenwache förderte die Plattform zum Zeitpunkt der Explosion kein Öl.

Edwards sagte, es gebe noch keine Erkenntnisse über die Art der Verletzungen der Bohrinsel-Arbeiter, die offenbar von der Insel sprangen, um sich zu retten. Sie trügen allesamt Schutzanzüge. Die Rettungsarbeiten seien im Gange. Später werde dann nach den Ursachen für die Explosion geforscht.

Das Weiße Haus in Washington teilte mit, dass zunächst Informationen über den Vorfall gesammelt würden. Wenn es Berichte über Verschmutzung gebe, würden Maßnahmen eingeleitet, sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace reagierte alarmiert auf den erneuten Unfall auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko. "Wie viele Male spielen wir noch mit menschlichen Leben, der Wirtschaft und den Ökosystemen?", sagte der Meeresexperte von Greenpeace in den USA, John Hocevar, der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist Zeit, dass wir aus unseren Fehlern lernen."

Am 20. April war im Golf von Mexiko die vom britischen Energiekonzern BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert, worauf mehrere hundert Millionen Liter Rohöl ausgelaufen waren. Es war der größte Ölunfall der Geschichte. Der Ölfluss konnte erst Mitte Juli mit einer Abdeckhaube gestoppt werden. Bei dem Unglück Kamen elf Arbeiter auf der Bohrinsel ums Leben. (dpa, afp, rtr, ksta)



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