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Öko-Haushaltswaren

Weiße Ware bekommt grünen Anstrich

Erstellt 03.09.10, 13:24h, aktualisiert 03.09.10, 13:40h

Strom, Wasser und Geld sparen: Die Hersteller von Haushaltsgeräten kehren bei der IFA ihre ökologische Seite heraus. Billig sind die Geräte nicht gerade, aber sie zeigen viele Varianten von stromsparender, intelligenter Technik.

Trends der IFA
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Die Hersteller von Haushaltsgeräten kehren ihre ökologische Seite heraus. (Bild: dpa)
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Die Hersteller von Haushaltsgeräten kehren ihre ökologische Seite heraus. (Bild: dpa)
Strom und Wasser sparen war in den vergangenen Jahren das große Thema bei den Herstellern von Haushaltsgeräten. Wer dachte, dass es nicht mehr grüner wird, hat sich aber geirrt. Auf der IFA zeigen Siemens und Bosch, Miele und Electrolux neue Geräte, die dank intelligenter Technik die Umwelt schonen sollen. Bevor Verbraucher sparen, müssen sie allerdings erstmal investieren - und billig sind die Geräte nicht gerade.

Die richtige Menge Waschmittel

Bosch und Siemens rüsten die Waschmaschine i-Dos mit einem System aus, das automatisch die richtige Menge Flüssigwaschmittel bestimmt und aus einem Tank zieht. Er reicht für 20 Ladungen. Die Überlegung der Anbieter, die bei Haushaltsgeräten kooperieren: Weil Verbraucher oft zu viel Waschmittel nutzen, bildet sich mehr Schaum. Das bedeutet zusätzliche Waschgänge und somit mehr Wasserverbrauch. Das soll i-Dos verhindern. Das Gerät kommt im September für 1200 Euro in den Handel.

Auch Samsung hat sich über Waschmittel Gedanken gemacht. Der koreanische Hersteller - sonst für Fernseher und Notebooks bekannt -zeigt eine Waschmaschine, die vor der eigentlichen Reinigung mit Düsen Schaum erzeugt. Dieser durchdringe Kleidung gleichmäßiger und tiefer. Dadurch sollen bereits Temperaturen ab 20 Grad ausreichen, um den Dreck wegzubekommen. Das spart nach Herstellerangaben nicht nur Strom, sondern soll auch besonders gründlich sein. Die WF-10724 kommt für rund 800 Euro in den Handel.

Waschen nur bei viel Strom

Miele setzt auf das Thema „smart grid“ - also die Möglichkeiten des intelligentes Stromnetzes, das auch in Deutschland entstehen soll. Die Idee dahinter: Informationstechnologie und flexible Tarife sollen Angebot und Nachfrage besser steuern. Wenn es etwa stürmisch ist und viel Strom aus Windkraftanlagen ins Netz fließt, kostet die Kilowattstunde weniger. Schlaue Geräte sollen darauf reagieren - und dann das Geschirr reinigen oder die Wäsche waschen.

Hier setzt der Hersteller aus Gütersloh an: Eine Waschmaschine und ein Trockner sind bereit für das intelligente Netz. „SG ready“ steht auf dem Logo der Geräte, die Anfang 2011 auf den Markt kommen sollen. Über den PC können Verbraucher sie mit den aktuellen Stromtarifen füttern und zudem vorgeben, wann die Wäsche spätestens beendet sein soll. Die Waschmaschine kostet nach Miele-Angaben rund 2190 Euro, der Trockner 1480 Euro.

Die Crux: Erst ab Anfang 2011 müssen die Stromanbieter Tarife anbieten, die einen Anreiz zum Energiesparen geben. Wie genau die Angebote aussehen, weiß heute noch niemand. Miele hofft aber auf einen „deutlichen Schub“ für die Technologie.

Öko ist Trendthema

Ohnehin ist die Ökologie eines der großen IFA-Themen. Bosch ernennt eine seiner Waschmaschinen zum „Ressourcen-Spar-Weltmeister“, Electrolux schreibt dem AEG-Trockner Öko Lavatherm T 59880 einen „neuen Spar-Rekord“ zu. Und noch bevor die EU den Standard A+++ für Waschmaschinen und Geschirrspüler einführt, werben etliche Hersteller mit Geräten, die diese Vorgabe bereits jetzt erfüllen.

Ob sich das für Verbraucher immer lohnt, ist eine andere Frage. Legt man Durchschnittszahlen der Deutschen Energie-Agentur (dena) zugrunde, spart eine aktuelle Waschmaschine gegenüber einem Gerät aus dem Jahr 2000 beispielsweise 19 Euro Strom- und 29 Euro Wasserkosten - bei vier Wäschen pro Woche. Eine Kühl-Gefrierkombination der Effizienzklasse A++ senkt die Stromkosten um rund 40 Euro.

Aber auch bei modernen Geräten bestehen große Unterschiede. Die dena bietet deswegen auf ihrer Website einen Rechner an, um den Verbrauch zu vergleichen. So können Verbraucher prüfen, ob ihr Favorit von der IFA die Versprechungen erfüllt.

(dpa)



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