Hundertschaft auf Spurensuche: Polizisten durchkämmten am Freitag ein Waldgebiet am Rastplatz „Im Bahnert“. (Bild: Beissel)
Hundertschaft auf Spurensuche: Polizisten durchkämmten am Freitag ein Waldgebiet am Rastplatz „Im Bahnert“. (Bild: Beissel)
Kerpen -
Beamte einer Polizeihundertschaft durchsuchten am Freitagmorgen Mülltonnen und ein Waldgebiet am Autobahnrastplatz „Im Bahnert“ in der Nähe von Kerpen. Dabei stellten sie unter anderem Kleidungsstücke sicher: Eine Hose, ein Oberteil und eine Jacke. Der Parkplatz an der Autobahn 4 gilt als Treffpunkt für homosexuelle Männer. Die Mordkommission Buir prüft derzeit einen Zusammenhang mit zwei Morden in Baden-Württemberg und Hessen. Auch dort wurden Männer mit Kopfschüssen getötet, beide an Autobahnparkplätzen, die ebenfalls als Treffpunkt für Homosexuelle gelten. Die Kugeln, mit denen die Männer getötet wurden, stammen aus der selben Waffe. Die Polizei schließt derzeit nicht aus, dass es sich bei dem Täter um einen Serienmörder handelt.
Die Ermittler schließen nicht aus, dass der Mann hingerichtet wurde. Nach ersten Erkenntnissen wurde er mit mehreren Schüssen getötet. Eine Kugel traf ihn direkt oberhalb des Nackens, weitere Kugeln wurden im Oberkörper gefunden.
Die Polizei schätzt den Toten auf 25 bis 35 Jahre, 1,82 Meter groß und etwa 85 Kilogramm schwer. Er hatte eine schlanke, sportliche Figur, braune Augen, schwarze Haare und einen Dreitagebart. Auffallend ist eine zehn Zentimeter lange Narbe quer über dem linken Oberschenkel. Der Mann hatte Schuhgröße 40 bis 41. (rem/be)