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Sicherheitslücken

Datenklau beim Smartphone

Erstellt 05.09.10, 08:20h, aktualisiert 05.09.10, 08:21h

Dank ihrer hohen Speicherkapazität und der permanenten Netzanbindung vertrauen wir Smartphones immer mehr Informationen an. Ein Fortschritt der auch Risiken birgt: Private Daten gelangen schnell in die falschen Hände.

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Moderne Smartphones sind quasi ständig online. Dadurch können eine Vielzahl von privaten Daten in die falschen Hände geraten. (Bild: Hersteller)
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Moderne Smartphones sind quasi ständig online. Dadurch können eine Vielzahl von privaten Daten in die falschen Hände geraten. (Bild: Hersteller)
Telefonnummer und Adressen, private Fotos, berufliche E-Mails und die Daten der GPS-, WLAN- und UMTS-Module: Smartphones sammeln nach und nach eine große Datenmenge an. Während einige Informationen bewußt vom Telefon kopiert werden müssen, senden die Geräte andere Daten an ihre Hersteller oder die Programmierer von Betriebssystemen und Apps.

WLAN-Netzwerke finden und sammeln

So speichert zum Beispiel das iPhone Name und Signalstärke von gefundenen WLAN-Netzwerken zusammen mit den Standortdaten und sendet diese an seinen Hersteller. Apple legt mit diesen Daten eine Datenbank an, mit deren Hilfe Smartphones auch ohne GPS ihre Position genau bestimmen. Diese Datenbank mag zwar praktisch sein, aber zahlreiche iPhone-Besitzer waren nicht gerade erfreut als sie nach mehreren Jahren erfuhren, dass Apple ihnen ständig über die Schulter schaut.

Neugierige Apps

Aber nicht nur die Hersteller von Handy und Betriebssystem können auf Daten aus dem laufenden Betrieb der Smartphones zugreifen. Etliche Apps benötigen Zugriff auf Informationen des Handys, um richtig zu funktionieren. Hierfür müssen die Programme in der Regel die Erlaubnis des Benutzers einholen. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten. Während einige Anwendungen sich mit den nötigsten Informationen zufrieden geben, versuchen andere so viele Daten wie möglich zu sammeln. Ein Negativbeispiel ist Facebook. Erlaubt der Nutzer dem sozialen Netzwerk den Zugriff auf sein Adressbuchs, um Freunde und Bekannte zu finden, speichert das Unternehmen sämtliche Kontaktdaten ab.

Datenschutz selber machen

Beim Schutz der eigenen Daten dürfen sich Smartphone-Nutzer nicht auf Hersteller und Programmierer verlassen. Gegen neugierige Blicke und Datenspionage hilft es beispielsweise WLAN- oder UMTS-Verbindungen zu trennen sobald diese nicht mehr gebraucht werden. Bei der Installation neuer Apps lohnt ein genauer Blick: Auf welche Daten wollen die Programme Zugriff haben? Bei allzu neugierigen Anwendungen sollte man auch mal Nein sagen. Dies gilt vor allem, wenn sie Informationen erhalten wollen, die sie nicht benötigen. Was will ein Bildschirmschoner mit GPS-Koordinaten? Fotos, E-Mails und Dokumente lassen sich schnell und effizient schützen, wenn die Tastensperre mit einem Passwort oder einer PIN verknüpft ist. So können Fremde nur mit größerem Aufwand die Informationen auf gefundenen Geräten lesen.

So greifen Smartphones auf Ihre Daten zu – ein Überblick in der Bildergalerie. (TV20)



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