Erstellt 04.09.10, 08:48h, aktualisiert 04.11.10, 15:05h
Auch Menschen, die bei der Katastrophe schwer verletzt worden waren, besuchten den Ort. Eine 30-Jährige aus Duisburg erzählte: "Ich habe wirklich Glück gehabt. Die haben mich mehr tot als lebendig rausgezogen." Unter ihr sei ein Mädchen gestorben. "Man liegt drauf und kann nichts machen. Ich habe ihr noch zugeredet. Ich konnte in ihre Augen sehen. Und dann sah ich, wie sie starb."
Über ihr hätten sieben oder acht weitere Menschen gelegen. Sie selbst sei wenig später bewusstlos geworden. Sie erlitt schwere Verletzungen an einem Bein und wurde sieben Stunden lang operiert. Der Vater einer 16-jährigen Verletzten sagte, dass seine Tochter wegen der großen psychischen Belastung nach wie vor jede Nacht nur zwei Stunden schlafen würde. Sie sei auch eingekeilt gewesen. Ein junger Mann habe sie dann rausgezogen.
Am Nachmittag wollen Bürger die zahlreichen Trauergaben im Unglückstunnel wie Kerzen, Plüschtiere oder Fotos in einen Kubus mit einer Glasfront legen. Er soll für die nächsten Monate eine Art provisorische Gedenkstätte bilden. Am Sonntag wird die Straße, die seit dem Unglück für Autos gesperrt war, wieder für den Verkehr freigegeben. (dpa)
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