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Berlin

Protest gegen den Al-Quds-Tag

Erstellt 05.09.10, 09:02h, aktualisiert 05.09.10, 09:11h

Von Beirut über London bis Berlin haben am Samstag Islamisten und andere Israel-Gegner an den alljährlichen Demonstrationen zum „Jerusalem-Tag“ teilgenommen. In Berlin gab es zwei Gegenveranstaltungen, alles blieb friedlich.

Anti-Al-Quds-Demo Berlin
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Gegner des vom iranischen Regime ausgerufenen Al-Quds-Tags demonstrieren in Berlin für Israel. (Bild: ddp)
Anti-Al-Quds-Demo Berlin
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Gegner des vom iranischen Regime ausgerufenen Al-Quds-Tags demonstrieren in Berlin für Israel. (Bild: ddp)
Al-Quds-Demo in Berlin
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Linke Israel-Gegner, radikale Moslems, antizionistische Juden – Teilnehmer an der Al-Quds-Demo in Berlin. (Bild: ddp)
Al-Quds-Demo in Berlin
BERLIN - Rund 400 Menschen haben nach Polizei- und Veranstalterangaben am Sonnabend in Berlin-Charlottenburg gegen die von Islamisten organisierte jährliche Al-Quds-Demonstration protestiert. Die Gegenkundgebung am Kurfürstendamm Ecke Joachimstalerstraße stand unter dem Motto "Gegen islamistische und antisemitische Propaganda auf Berlins Straßen - für die iranische Freiheitsbewegung". Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Initiativen und Einzelpersonen, darunter die Jüdische Gemeinde. An der von radikalen Muslimen und Israel-Gegnern besuchten Al-Quds-Demonstration nahmen nach Polizeiangaben rund 500 Menschen teil.

Bereits am Mittag hatte ein antifaschistisches Bündnis mit rund 250 Teilnehmern am Nollendorfplatz gegen den islamistischen Al-Quds-Aufzug demonstriert. Bis zum Nachmittag verliefen die Veranstaltungen ohne Zwischenfälle. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei wegen angeblicher Sicherheitsbedenken hebräische Transparente und israelische Flaggen der Gegendemonstranten beschlagnahmt und dafür scharfe Kritik geerntet. In diesem Jahr sei so etwas nicht vorgekommen, hieß es von Seiten des Bündnisses.

Der Al-Quds-Tag wurde 1979 von dem verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen. Er fordert die "Befreiung" Jerusalems (arabisch: Al Quds) und die Zerstörung des Staates Israel. In Berlin nutzen ihn seit über zehn Jahren islamistische Gruppen wie die Hisbollah und regimetreue Iraner zur Hetze gegen Israel und rufen zur Vernichtung des jüdischen Staates auf. Unterstützung erhalten sie dabei von Neonazis aber auch von antizionistischen Vertretern der linken Szene. (epd)



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