Erstellt 05.09.10, 09:02h, aktualisiert 05.09.10, 09:11h
Bereits am Mittag hatte ein antifaschistisches Bündnis mit rund 250 Teilnehmern am Nollendorfplatz gegen den islamistischen Al-Quds-Aufzug demonstriert. Bis zum Nachmittag verliefen die Veranstaltungen ohne Zwischenfälle. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei wegen angeblicher Sicherheitsbedenken hebräische Transparente und israelische Flaggen der Gegendemonstranten beschlagnahmt und dafür scharfe Kritik geerntet. In diesem Jahr sei so etwas nicht vorgekommen, hieß es von Seiten des Bündnisses.
Der Al-Quds-Tag wurde 1979 von dem verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ausgerufen. Er fordert die "Befreiung" Jerusalems (arabisch: Al Quds) und die Zerstörung des Staates Israel. In Berlin nutzen ihn seit über zehn Jahren islamistische Gruppen wie die Hisbollah und regimetreue Iraner zur Hetze gegen Israel und rufen zur Vernichtung des jüdischen Staates auf. Unterstützung erhalten sie dabei von Neonazis aber auch von antizionistischen Vertretern der linken Szene. (epd)
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