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Brunner-Prozess

Urteile fallen am Montag

Erstellt 05.09.10, 12:01h

Nach mehreren Prozesswochen mit Gutachten und Zeugenaussagen fällt das Münchner Landgericht am Montag die Urteile gegen die jungen Männer, die den Manager Dominik Brunner an einer Münchner S-Bahn-Haltestelle mutmaßlich zu Tode prügelten.

Dominik Brunner
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Von Jugendlichen zu Tode geprügelt: Dominik Brunner. (Bild: dpa)
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Von Jugendlichen zu Tode geprügelt: Dominik Brunner. (Bild: dpa)
MÜNCHEN - Die tödliche Schlägerei zwischen zwei Jugendlichen und dem Manager Dominik Brunner in München löste bundesweit Entsetzen aus. Am Montag will das Gericht nun das mit Spannung erwartete Urteil gegen die beiden Angeklagten sprechen. Die jungen Männer Markus S. (19) und Sebastian L. (18) müssen sich seit Juli vor dem Landgericht München verantworten. Auch nach mehreren Prozesswochen ist nicht ganz klar, was zu der Eskalation am S-Bahnhof Solln führte.

Die Jugendlichen sollen Brunner im September 2009 am Bahnsteig geschlagen und getreten haben, nachdem der Manager sich schützend vor eine Gruppe von Schülern gestellt hatte. Die Angeklagten hatten versucht, Geld von den Schülern zu erpressen.

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Der 50-Jährige starb wenig später - jedoch nicht wie zuerst angenommen an den Verletzungen, sondern durch einen Herzanfall infolge der Schläge. Brunner hatte - ohne es selbst zu wissen - ein vergrößertes Herz.

Vom Mordvorwurf gegen Markus S. rückte die Staatsanwaltschaft dennoch nicht ab. In ihrem Plädoyer forderte Staatsanwältin Verena Käbisch die höchstmögliche Jugendstrafe von zehn Jahren. Bei Sebastian L. hatte die Anklagebehörde auf eine Strafe von acht Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge plädiert.

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Die Verteidigung sah hingegen ein wesentlich geringeres Strafmaß als angemessen an. Für Markus S. plädierten die Anwälte auf eine Strafe "weit unter sieben Jahren" wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Für Sebastian L. forderten die Verteidiger eine Strafe von höchstens dreieinhalb Jahren Jugendhaft.

Um die Geschehnisse vom 12. September besser rekonstruieren zu könne, wurden im Prozess mehr als 50 Zeugen gehört. Ihre Aussagen über die Vorfälle am S-Bahnhof Solln gingen teilweise weit auseinander. So sahen die meisten zwar die beiden jungen Männer als die Aggressoren. Mindestens ein Zeuge jedoch war der Ansicht, Brunner sei der Angreifer gewesen. Als sicher gilt, dass der Manager als erster zuschlug - nach Auffassung der Staatsanwaltschaft allerdings nur, um einen drohenden Angriff der Angeklagten abzuwehren. (dpa)



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