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Online-Kriminalität

Zehn Tipps für mehr Internet-Sicherheit

Erstellt 07.09.10, 10:30h, aktualisiert 07.09.10, 13:05h

Die Internet-Kriminalität ist ein lukratives Geschäft. Allein beim Online-Banking rechnet das Bundeskriminalamt deshalb in diesem Jahr mit 71 Prozent mehr Angriffen. ksta.de gibt zehn Tipps, wie sich Internetnutzer schützen können.

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Vorsicht, Internetkriminelle lesen mit. (Bild: dpa)
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Vorsicht, Internetkriminelle lesen mit. (Bild: dpa)
1. Phishing

Ursprünglich wurde diese Methode zum Ergaunern von Bankdaten eingesetzt. Mittlerweile werden Zugangsdaten aller Art damit abgefischt. Die Masch ist einfach: Verbraucher werden meist per E-Mail auf gefälschte Internetseiten gelockt, die denen von Unternehmen täuschend ähnlich sehen. Dort sollen Verbraucher dann aus einem fingierten Grund ihre Daten eingeben. Internetkriminelle können die Eingaben dann mitlesen. Ein Blick in die Adresszeile des Internet-Surfprogramms kann hier schon helfen. Dort muss der Name der eigenen Bank oder des Online-Händlers stehen. Daneben zeigen die gängigen Browser bei verschlüsselten Verbindungen ein kleines Schloss in der Taskleiste an.

2. Passwörter

Sichere Passwörter setzen sich aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zusammen. Je länger die Codes sind, desto schwieriger sind sie zu knacken. Zur Sicherheit sollte für unterschiedliche Internetseiten auch verschiedene Passwörter genutzt werden. Ein gutes Passwort wäre beispielsweise „ItjMeTM-K!“. Es enthält Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und sieht dabei zufällig aus. In Wirklichkeit setzt es sich aber aus den Anfangsbuchstaben und Satzzeichen des Satzes „Ich trinke jeden Morgen eine Tasse Milch-Kaffee!“ zusammen. (siehe Was benötigt ein sicheres Passwort?)

3. Online-Shop auswählen

Seriöse Anbieter von Online-Shops sind in aller Regel einfach zu erkennen. Sie haben ein Impressum mit kompletter Anschrift, klare Geschäftsbedingungen und einen preiswerten Telefonservice. Vertrauenswürdig sind Online-Shops, die mit den Siegeln „Trusted Shops“, „S@afer-Shopping“ oder „Geprüfter Online-Shop EHI“ ausgewiesen sind.

4. Bezahlung

Bank- und Kreditkartendaten sollten immer über eine sichere Internetverbindung übertragen werden. Bei Überweisungen über die Webseiten von Banken ist dies Standard. Sichere Verbindungen sind erkennbar an den Buchstaben https:// in der Adresszeile und dem Schloss-Symbol, das der Browser anzeigt (siehe oben). Am sichersten ist die Zahlung auf Rechnung oder per Nachnahme. Viele Anbieter verlangen jedoch Vorauskasse. Sicherheit bietet hier ein sogenannter Treuhandservice, der erst überweist, wenn der Händler auch geliefert hat.

5. Computersicherheit

Generell sollte auf jedem Computer, der zum Surfen und Einkaufen im Internet oder für Bankgeschäfte verwendet wird, ein Anti-Viren-Programm als Schutz vor Schadsoftware und eine Firewall als Schutzmauer gegen digitale Eindringlinge wie etwa Späh- und Spionagesoftware installiert sein. Entsprechende Programme gibt es kostenlos im Internet. Diese müssen genauso wie das Betriebssystem und der Browser, der zum Betrachten von Internetseiten verwendet wird, regelmäßig aktualisiert werden.

6. E-Mails

Öffnen Sie nur E-Mails, die von vertrauenswürdigen Absendern stammen. Schadprogramme verbergen sich oft in Grafiken oder E-Mail-Anhängen. Deswegen darf man verdächtige Dateien auf keinen Fall öffnen. Ein Risiko sind auch Internet-Links in E-Mails, denn sie können zu Webseiten mit Viren führen. Eines sollten sich Internet- Nutzer im Umgang mit E-Mails fest einprägen: Banken bitten Kunden nie, per E-Mail vertrauliche Daten einzugeben. Solche E-Mails sind immer gefälscht.

7. Tauschbörsen

Grundsätzlich ist von Online-Tauschbörsen abzuraten. Wer im Internet mit Unbekannten Dateien tauscht, riskiert eine Infektion seines PCs mit Viren. Auch juristisch kann es beim Tausch urheberrechtlich geschützter Daten Konsequenzen geben.

8. Software

Nutzer sollten darauf achten, welche Software oder Zusatzprogramme (Plug-Ins) sie installieren. Eine Gefahr sind Schadprogramme, die in Gratis-Downloads oder Raubkopien von dubiosen Anbietern versteckt sind. Gesundes Misstrauen hilft: Wenn Zweifel an der Seriosität bestehen, besser auf Download und Installation einer Software verzichten.

9. Private Informationen

Nur gute Bekannte sollten in Foren oder Online-Netzwerken Zugriff auf Fotos oder Kontaktdaten erhalten. Je weniger von der eigenen Privatsphäre frei zugänglich ist, desto weniger Angriffsfläche wird potenziellen Betrügern und anderen unbefugten Nutzern geboten.

10. Abofallen

Ob bei angeblich kostenlosen Geburtstagsgedichten, Hausaufgabenhilfe und anderen Angeboten - was als kostenlos im Internet angeboten wird, kann sich später als Kostenfalle herausstellen, zumindest auf den ersten Blick. Wenn eine Rechnung kommt und per Einschreiben kein Einspruch eingelegt wird, drängen dubiose Internetanbieter mit Inkasso-Agenturen und Rechtsanwälten auf Zahlung. Wenn bei einem Gratis-Download persönliche Daten abgefragt werden, sollte man stutzig werden. Die Verbraucherzentrale gibt Rat (siehe Das rät die Verbraucherzentrale) (tis/afp)



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