Erstellt 07.09.10, 11:34h, aktualisiert 14.09.10, 12:56h
"Wir haben die Strecke komplett abgefahren und hatten auch einen Hubschrauber im Einsatz", so ein Sprecher der Polizei. Leider habe sich kein Hinweis auf Mirco gefunden, so dass die Suche nach etwa einer Stunde ergebnislos abgebrochen worden sei.
Elf Tage nach dem Verschwinden des zehnjährigen Mirco aus Grefrath hat die Polizei ihre Suche wieder intensiviert und die Stärke der Suchtrupps verdoppelt. 200 Polizisten durchkämmten Gebiete nach Spuren des Jungen, berichtete eine Polizeisprecherin am Dienstag. Inzwischen konzentrieren sich die Ermittler auf die Landstraße 39 zwischen Grefrath und Wachtendonk.
Sie führt in Richtung Norden zur Autobahn 40, die die Niederlande und das Ruhrgebiet verbindet. Im Bereich der Landstraße war auch Mircos Handy zuletzt geortet worden. Die Polizei geht davon aus, dass der Entführer des Jungen die Straße am späten Freitagabend mit seinem Auto benutzt hat. Der Parkplatz, auf dem Mircos dunkelgraue Sporthose entdeckt wurde, liegt an einer Abzweigung der L 39. Die Polizei sucht nun Zeugen, denen am 3. September ein Autofahrer mit ungewöhnlicher Fahrweise aufgefallen ist. "Möglicherweise ist er ohne ersichtlichen Grund auffallend langsam gefahren oder hat angehalten oder gewendet."
In die Fahndung bezieht die 80-köpfige Sonderkommission "Mirco" nun gezielt das Fernsehen ein. An Dienstagabend sollte das niederländische TV-Publikum um Mithilfe gebeten werden, an diesem Mittwoch folgt ein Aufruf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst".
Nach wie vor warten die Ermittler auf Ergebnisse der DNA-Analysen des Landeskriminalamts in Düsseldorf. Dort werden derzeit weitere Kleidungsstücke untersucht, die auf dem Parkplatz gefunden wurden und die von Mirco stammen könnten.
Die Staatsanwaltschaft Krefeld hat 5000 Euro Belohnung für entscheidende Hinweise ausgesetzt. Medienberichten zufolge sollen Privatleute noch einmal 10 000 Euro Belohnung geboten haben. Bislang sind weit über 700 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. In der vergangenen Woche hatten rund 1000 Polizisten bei einer der größten Suchaktionen in der Geschichte Nordrhein-Westfalens Wälder, Sümpfe und Felder nach Mirco durchkämmt.
An der Stelle, an der Mircos Fahrrad entdeckt und der Junge vermutlich entführt wurde, ist inzwischen ein zweieinhalb Meter hohes Hinweisschild aufgestellt worden, um weitere Zeugenhinweise zu erhalten.
Mirco
11.09.2010 | 20.26 Uhr | mrseyre
Von Mitschuld ist keinesfalls die Rede,Schuld hat nur der Täter!
Allerdings haben die Eltern meines Erachtens nach nachlässig gehandelt,wenn sie ihr…
@ Dubcek
11.09.2010 | 13.09 Uhr | Schwarzer Peter
Deinem Kommentar schließe ich mich nahtlos an. Schlimm, dass hier versucht wird, den Eltern eine Mitschuld unterzuschieben. Einfach widerwärtig sowas!
Mitgefühl
11.09.2010 | 08.37 Uhr | sammy768
Ich schwanke zwischen tiefstem Mitgefühl für die Familie und unbändiger Wut auf die Person die wohl leider mit den Jungen etwas schreckliches…
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