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Einfallsreich

Abgedrehte Hingucker der IFA

Erstellt 07.09.10, 13:54h, aktualisiert 07.09.10, 14:39h

Trends wie die 3D-Technik bestimmen die IFA. Daneben gibt es auf der Elektronikmesse in Berlin aber auch eine Menge einfallsreiche andere Produkte zu entdecken. Ob sie ihre Käufer finden, ist fraglich - ein Hingucker sind manche von ihnen aber allemal.

Gadgets von der IFA
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Eine „Wanze“ sorgt für Surround-Sound im Helm: Der Tunebug Shake empfängt Klänge per Bluetooth. (Bild: dpa)
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Eine „Wanze“ sorgt für Surround-Sound im Helm: Der Tunebug Shake empfängt Klänge per Bluetooth. (Bild: dpa)
Auf der IFA kommen Besucher in diesem Jahr am Thema 3D nicht vorbei. Mittels Videobrillen, Fernsehgeräten und Spielekonsolen wollen die Aussteller die dritte Dimension erschließen. Jenseits davon hält die IFA für Besucher aber auch einige skurril anmutende Produkte bereit, die vom Einfallsreichtum der Hersteller zeugen. Ob wasserdicht, öko oder abgedreht - nicht jede Idee scheint reif für den Markt.

Biologisch abbaubar

Als besonders „grün“ zeigt sich die diesjährige Messe nicht nur bei immer effizienterer Weißer Ware wie sparsamen Wasch- oder Spülmaschinen. Der Hersteller Emtec hat zum Beispiel einen USB-Stick in der Auslage, dessen Gehäuse komplett biologisch abbaubar sein soll. 108 Tage dauert es laut dem Hersteller, bis es auf dem Kompost zersetzt ist - ein Plastikmodell bräuchte dafür 450 Jahre. Der M600 Eco soll in Speicherkapazitäten von 4 bis 16 GB ab knapp 14 Euro angeboten werden.

Fürs iPhone 4 hat die Firma Green Power Electronics ein Hardcase neu im Programm, das das Telefon nicht nur schützt, sondern auch per Solartechnik auflädt. Wer weniger auf Smartphones als auf einfache Telefone steht, findet vielleicht im neuen T 20 von Telefunken sein Gadget. Das Handy wiegt nur 55 Gramm, ist einen Zentimeter dick und auch sonst eher minimalistisch gestaltet: Neben den einfachen Telefonfunktionen können gerade einmal Hörerlautstärke und Alarmzeit eingestellt werden. Es ist ab sofort für knapp 30 Euro erhältlich.

Technisch aufwendiger und zugleich für die gedacht, die sich von ihrer alten Stereoanlage aus analogen Zeiten nicht trennen wollen, ist das USB-Gerät Wap-2200 des HiFi-Herstellers Teac für 99 Euro. Das butterbrotdosengroße Gerät wird mit dem Verstärker verdrahtet und schickt Musik vom Stick oder der Festplatte an die Anlage. Eine Fernbedienung mit Farbdisplay kann Titel und Cover darstellen.

Audio am Helm und unter Wasser

Für Fahrradfahrer oder Skater zeigt Tunebug in der IFA-i-Zone einen „Shake“ genannten Lautsprecher in der Größe einer Schnupftabakdose, der auf Helmen befestigt wird. Via Bluetooth sendet eine beliebige mobile Audioquelle die Musik an das Gerät. Im Helm soll es einen Surround-Sound erzeugen, ohne den Benutzer von Außengeräuschen abzuschneiden. Die Neuheit kostet 119 Euro.

In der Abteilung Audio gibt es außerdem einen neuen tragbaren MP3-Player für Schnorchler: Grundigs Mpaxx 928 Hydrox hält dem Druck bis zu drei Meter Tiefe Stand und wird mit Taucherbrille und Unterwasserkopfhörer ausgeliefert - zum Preis von knapp 60 Euro.

Ebenfalls wasserdicht ist die neueste Ausführung des Full HD Camcorder Picsio von JVC, der auf der IFA in wassergefüllten Vasen ausgestellt ist. Das Gerät zeichnet MP4-Videos mit der Auflösung von 1080p auf, die über eine HDMI-Buchse ausgegeben werden können. Zudem schießt das Gerät 5-Megapixel-Fotos. Es ist für 250 Euro im Handel.

Für Analogfotos und Besitzer eines digitalen Bilderrahmens hat Hama eine Messeneuheit parat: Noch in diesem Monat geht ein kleiner Scanner für 79 Euro in den Verkauf, der Fotos vom Format 10 mal 15 und kleiner in der Auflösung von 300 dpi digitalisiert - in fünf Sekunden, wie ein Mitarbeiter am Hama-Stand auf der IFA demonstriert. Über USB finden die Aufnahmen den Weg zum Bilderrahmen.

Alles was mobilen Strom braucht

Für die Stromversorgung von Gadgets und tragbaren Geräten hat die Firma Schwaiger eine Ladestation namens iDapt im Portfolio: Das Gerät wird mit bis zu 36 Adaptern ausgeliefert, die einem Sprecher zufolge 2000 Kompatibilitätsvarianten versprechen. Für 29 bis 39 Euro wird die Station bereits seit April verkauft. Handys, Konsolen, Digicams - „alles was mobilen Strom braucht“, könne versorgt werden.

Mit der Energieversorgung haben Haushaltsgeräte naturgemäß weniger Probleme, da in der Regel Steckdosen in der Nähe sind. Oder eine Ladestation, die das Gerät von selbst sucht - so im Falle des Staubsauger-Roboters Home-Bot von LG, der in Deutschland 2011 auf den Markt kommen soll. In 15 Minuten säubert der kreisrunde Sauger 25 Quadratmeter Boden. Der Akku hält 90 Minuten, aber nach 75 Minuten geht es an die Station. Vergleichbare Geräte bewerben auf der Messe auch andere Hersteller, darunter Royal Appliance mit dem Dirt Devil.

Sylvie ist ein anderer Name einer Messeneuheit. Die Küchenwaage von ADE ähnelt optisch und im Format der Rückseite eines iPads und wiegt Mehl, Zucker oder Gries bis zu fünf Kilogramm ab. Sie kostet 39 Euro. Teurer ist einer der Einfälle des niederländischen Herstellers Trebs Comfort Products: 99,95 Euro werden für das Fassungsvermögen von 50 Litern und einen Infrarotsender verlangt. Sensorbin heißt das Produkt, das den Deckel bei Annäherung öffnet - es ist ein Mülleimer.

Eine neue Videobrille „cinemizer OLED“ von Zeiss verspricht die dritte Dimension für unterwegs: Mit der Brille könnten 3D-Filme von mobilen Zuspielern betrachtet werden. Die Brille lässt sich an Netbooks und Smartphones, Spielekonsolen, Blu-ray-Player und PCs anschließen.

(dpa)



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